14.01.2013

Der große 11FREUNDE-Rückrundencheck

Go home, Winterpause!

Am Freitag ist die Winterpause endlich vorbei. Vorfreudig präsentieren wir den großen 11FREUNDE-Rückrundencheck. Heute mit Greuther Fürth, FC Augsburg, 1899 Hoffenheim und VfL Wolfsburg.

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Greuther Fürth
So lief die Vorbereitung:
In den ersten Januarwochen keimten in Deutschland bei frühlingshaften Temperaturen schon die ersten Kleeblätter. Im türkischen Belek war es gleichzeitig bitterkalt und verregnet. Nicht einmal durch den Stadionsponsor umsonst zur Verfügung gestellte farbstoffreiche Fruchtgummis konnten bei der Frustbewältigung gegen die »sinnflutartigen Niederschläge« helfen. Büskens kommentierte das verregnete Trainingslager nach der Hinrunde mit nur einem Sieg folgendermaßen: »Wir haben eine sehr feinfühlige Mannschaft.« Die »Bild« war etwas deutlicher: »Schlechtestes Trainingslager seit Jahren!« Mindestens.

Der ist neu:
Für stattliche 1,3 Millionen Euro kam der Serbe Nikola Djurdjic zu Greuther Fürth, wo er einen Vertrag bis 2016 unterschrieb. Das Beste: Er kam vom norwegischen Klub »FK Haugesund«. Genau das kann das angeschlagene Greuther Fürth jetzt gut gebrauchen: eine ordentliche Tracht Prügel. Die Quote des serbischen Hau-Drauf-Stürmers stimmt schonmal: 2012 hat er in 41 Pflichtspielen 31 Treffer erzielt, Fürth gelang in der Hinrunde insgesamt elf Tore. Djurdjic eins, Fürth null.

So läuft die Rückrunde:
Erste Liga macht einfach zu wenig Spaß, deswegen besinnt sich der ehemalige Dauervierte der zweiten Liga auf seine Wurzeln und steigt sang- und klanglos ab. In der nächsten Saison kann man dann endlich wieder »Aufsteiger der Herzen« werden. »Schuster bleib bei deinem Leisten«, sagt sich auch Mike Büskens, der sich nach dem Auswärtsspiel bei Schalke 04 einfach an den Pfosten kettet und sagt: »Ich bleib jetzt hier.« Schalke und Fürth einigen sich auf einen Trainertausch. Co-Trainer bei Schalke wird Gerald Asamoah.



FC Augsburg
So lief die Vorbereitung:
Der FC Augsburg hatte für seinen Manager Jürgen Rollman ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, denn Rollmann, gerade einmal seit zehn Wochen Manager von Augsburg, hatte eine fristlose Kündigung unter dem Tannenbaum liegen. Das Weihnachtsfest und eine launige Vorbereitung waren gerettet. Im Trainingslager von Belek gab es nach nur 12 Hinrundentreffern vermutlich jeden Tag von morgens bis abends Torschusstraining im Regen. Torhüter Simon Jentzsch kämpft zum Rückrundenauftakt höchstwahrscheinlich mit Brandblasen und wunden Händen.

Der ist neu:
Die namhafteste Neuverpflichtung ist eindeutig Stefan Reuter. Allerdings kommt der leider nicht als windschnittiger Außenverteidiger mit riesenhaften Oberschenkeln, sondern als Manager. Erster Arbeitsnachweis: Der südkoranische U23-Nationalspieler Dong-Won Ji, eine Leihgabe von AFC Sunderland. Zusammen mit Kumpel und Landsmann Ja-Cheol Koo soll Ji der Shinji Kagawa von Augsburg werden. Außerdem neu: Der Amerikaner Michael Parkhurst vom dänischen Champions-League-Teilnehmer FC Nordsjaelland. Komischerweise kannte der ehemalige »Rookie of the Year« der MLS Augsburg nicht und fragte vor seiner Verpflichtung seinen Nationalmannschaftstrainer Jürgen Klinsmann um Rat. Klinsi riet ihm zum Wechsel nach Deutschland mit den Worten: »Das ist die beste Liga der Welt.« Und Augsburg ist die beste Mannschaft Deutschlands.

So läuft die Rückrunde:
Vor Ablauf der Transferfrist sorgt Stefan Reuter noch für einen Kracher: Nach tagelangem Tauziehen präsentiert er einen neuen Außenverteidiger: sich selbst. Ein wahrer Glücksgriff, denn am letzten Spieltag rettet Spielermanager Reuter auf der Linie Augsburgs Klasse und erzielt per Befreiungsschlag dank günstiger Windverhältnisse ein Tor aus 110 Metern. Nach dem Spiel im Field-Interview sagt er noch: »Nächstes Jahr wollen wir mit Augsburg weiter oben angreifen, wir stehen kurz vor einer Verpflichtung von Júlio César.«

 
 
 
 
 
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