Der FC Bayern in der Einzelkritik

Wie ein Abendessen mit Helmut Berger

Das größte Finale der Weltgeschichte begann für die Bayern zäher als der Feierabendverkehr auf dem Autobahnkreuz Biebelried. Doch in der zweiten Halbzeit drehten die Rot-Weißen dann auf wie ein tauber Techno-DJ. Die Party-Bayern in der Einzelkritik.

Die Defensive

Manuel Neuer
Konnte sich fast eine ganze Saison lang ausruhen und war zum Glück im Finale mal wieder auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Vereitelte in der ersten Hälfte quasi den Untergang des FC Bayern und hatte so maßgeblichen Anteil am Triumph des FCB.

Philipp Lahm
Selten hat man Philipp Lahm so viele Fehler machen sehen wie in Halbzeit Eins. Einer seiner Fehlpässe führte beinahe zum 0:1 Rückstand. Aber da war ja noch jemand hinter ihm (siehe Manuel Neuer). In der zweiten Hälfte war Philipp Lahm dann wieder Philipp Lahm und machte alles wie Philipp Lahm (also: alles richtig).

Jerome Boateng
Ist, bleibt und wird immer Bruder Leichtfuss sein. Seine Körpersprache ist so lässig wie Heiko, sein Spiel so nervenaufreibend wie ein Abendessen mit Helmut Berger. Ackerte sich Mitte der ersten Hälfte ins Spiel, steckte dann im zweiten Spielabschnitt mehr ein als eine 88-jährige Kleptomanin während ihrer gesamten Karriere. Blieb aber stehen, humpelte sich ins Ziel und ist jetzt der härteste Leichtfuß seit immer!

Dante
Blieb in der ersten Hälfte fehlerfrei, offenbarte aber gerade in der Anfangsphase erstaunliche Schwächen, wenn er unter Druck gesetzt wurde. Agierte in der zweiten Hälfte dann nüchtern bis stocknüchtern gegen die wutschnaubenden Angriffe der Dortmunder. Hat sich deswegen ein Feierabend-Bier verdient.*

David Alaba
Blieb unauffällig, was umso auffälliger ist, weil er sonst immer so auffällig perfekt ist. Blieb fehlerlos, in der ersten Hälfte aber auch erstaunlich blutleer. In der zweiten Hälfte stufte ihn Ratingagentur Moody's dann unter Alaba ein (minus L, minus B). Ist jetzt schon so gut, dass wir gar nicht wissen möchten, wie gut er erst wird, wenn er an Erfahrung dazugewinnt.

Javi Martinez
Ist das Mastermind schlechthin. Hat immer ein Bein, einen Oberschenkel oder eines seiner Sackhaare zwischen Gegner und Ball. Grätscht so schön wie niemand sonst. Der nicht mehr ganz so geheime Schlüssel zum Bayern-Erfolg.

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