Der DFB-Pokal »Walk of Fame«

»Ich kriege immer noch Gänsehaut«

Der DFB-Pokal bekommt seinen eigenen »Walk of Fame«. Zur Einweihung laufen Gerhard Delling und Günter Netzer zur Hochform auf – und Norbert Dickel sorgt sich um den Biervorrat.

PROMO

Sie brauchten nicht lange, um wieder in Form zu kommen. Jahrelang hatten Gerhard Delling und Günter Netzer am Rande der Länderspielübertragungen eine perfekte Kopie von »Statler und Waldorf« aus der Muppet-Show abgegeben. Am vergangenen Freitag piesakten sich die beiden verbal dann in altbekannter Manier – bei der Einweihung des DFB-Pokal »Walk of Fame«. »Wenn es ,Run of Fame' geheißen hätte, wäre Sie heute nicht hier«, gab Delling seinem Widerpart mit auf den Weg. Netzer wiederum attestierte in der ihm eigenen verschmitzten Art dem Kollegen Delling fortwährende Ahnungslosigkeit in Sachen Fußball.

Der Grund für das Aufeinandertreffen war die feierliche Einweihung des DFB-Pokal »Walk of Fame« am Tag vor dem Pokalendspiel. Dieser war 2013 vom Deutschen Fußball-Bund und Volkswagen, dem offiziellen Partner des Wettbewerbs, ins Leben gerufen worden. Seitdem wurden 13 Pokalhelden nach einer Nominierung durch eine Experten-Jury und einer öffentlichen Abstimmung der Fans berufen. Natürlich durfte Netzer in der illustren Riege der Helden nicht fehlen, gehört seine Selbsteinwechslung im Endpsiel 1973 doch schon zu den immer wieder gern erzählten Sagen des deutschen Fußballs.
Auch Netzer gab an, die Geschichte schon hunderte Male erzählt zu haben, wartete aber dennoch mit spannenden Details auf. »Rein fachlich hat er die richtige Entscheidung getroffen«, artikulierte Netzer sogar überraschend Verständnis für Hennes Weisweiler, den damaligen Borussen-Trainer. Weisweiler hatte Netzer in dessen letztem Spiel zunächst auf der Bank schmoren lassen. Doch ausgerechnet Netzer schoss nach seiner Selbsteinwechslung das entscheidende Tor. »Das war ja wie ein schlechter Kitschfilm«, sagte Netzer.

Netzers Ausführungen sorgten für Erheiterung beim Auditorium. Dort fanden sich sämtliche Medienvertreter von Print und Fernsehen, auch aus dem Ausland. Und mit dabei: Norbert Dickel. »Wenn ich Günter so zuhöre, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut«, sagte Dickel. Der heutige Stadionsprecher von Borussia Dortmund war 1989 zum Pokalhelden avanciert, als er trotz Verletzung zwei Tore für den BVB im Finale gegen Bremen zum 4:1-Sieg beisteuerte. Dickels Fuß- und Handabdrücke wurden nun feierlich enthüllt, er ist der Pokalheld 2014 auf dem »Walk of Fame«. In der Folge erörterten der Berliner Senator Frank Henkel, DFB-Generalsekrtär Helmut Sandrock, der Geschäftsführer der Olympiastadion Berlin GmbH Joachim E. Thomas und Thomas Zahn (Leitung Vertrieb und Marketing Deutschland VW Pkw) die Bedeutung des Pokalfinals. 189 Fernsehanstalten in der ganzen Welt übertrugen das Ereignis, insgesamt strömten über 1,3 Millionen Zuschauer zu den Spielen des Wettbewerbs.

Der ausgezeichnete Norbert Dickel richtete einen besonderen Gruß an den Berliner Frank Henkel: »Es werden 80 000 Dortmunder in der Stadt sein. Ich hoffe, ihr habt genug Bier.«

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