Der Abstiegskampf-Test

Hefte raus, Klassenerhalt

Es geht hoch her im Abstiegskampf: Wer kann wie die Klasse halten? Was spricht für wen?

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Platz 15:
VfB Stuttgart (32 Pkt., Tore: -11)


Restprogramm: Wolfsburg (H), Bayern (A)

Was spricht für den VfB: Die Stuttgarter haben fünf Punkte Vorsprung auf den HSV, sechs auf den FCN bei zwei ausbleibenden Spielen. Und: Sie haben das bessere Torverhältnis. Bei menschlichem Ermessen können die Hörfunkreporter schon die Karteikarten mit den üblichen Sprüchen füllen: Der Drops ist gelutscht, die Wiese ist gemäht, der Käse ist geschnitten, die Suppe ist gelöffelt, die Messe ist gelesen, das Kind ist geschaukelt, das Baby gewickelt, der Bär erlegt und der VfB aus dem Schneider. Räusper.

Was spricht gegen den VfB: Die Zeitknappheit von Huub Stevens. Der Niederländer bekannte im »kicker«: »Ich habe keine Zeit für Gefühle.« Dementsprechend könnte sich der Trainer nicht einmal über den Klassenerhalt freuen, weil er keine Zeit hat. Darüber würde er sich normalerweise ärgern nach all der Arbeit, aber gleichzeitig würde es ihn erheitern, weil er für den Ärger ja auch keine Zeit hat. Ein Teufelskreis. Mit Wolfsburg und Bayern haben die Schwaben ein stattliches Restprogramm, doch die Konkurrenz müsste schon ordentlich punkten, um das zu nutzen. Genau die aber steht nach den jüngsten Ergebnissen im Verdacht, nicht mal an der Supermarktkasse Punkte zu bekommen.

Experten-Zitat: »Die Achillesferse von Bobic ist die rechte Schulter.« (Gerd Rubenbauer)

Platz 16:
Hamburger SV (27 Punkte, Tore -20)


Restprogramm: Bayern (H), Mainz (A)

Was spricht für den HSV: Joa..
Moment mal, die Fans. Sie demonstrierten Geschlossenheit und unterstützten die Spieler beim Training. Mirko Slomko fordert, dass seine Spieler mit Wut im Bauch spielen sollen. Und außerdem ist die Bundesliga ohne HSV ja wie Silvester ohne Böller, wie die ARD ohne Lindenstraße, wie der Bundestag ohne die FDP, wie ein Herbst ohne Laubbläser, wie, ach lassen wir das besser.

Was spricht gegen den HSV: Schweißausbrüche unter der Woche in der 11FREUNDE-Redaktion. »Das verdienen die Versager«, titelte die »Sport-Bild«. Doch als wir uns gerade auf die Suche nach dem Maulwurf in der Buchhaltung gemacht hatten, kam das Aufatmen: Es ging um die Spieler des HSV. Die neuartige Transparenz der Gehälter dürfte nicht unbedingt ganz vorne bei den teambildenden Maßnahmen stehen. Außerdem gastiert am Samstag ein angeschlagener Boxer bei den Hamburgern – und es ist leider nicht Axel Schulz.

Experten-Zitat: »Die Chancen stehen 50:50 oder 60:60« (R. Calmund)

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