DC United — Philadelphia Union 6:4 (n.E.)

Greis ohne Orientierung

Als er der 1. FC Köln damals Faryd Mondragon ziehen ließ, unkten viele, man werde den Kolumbianer noch vermissen. In Washington tritt der Torwart den Gegenbeweis an. Aber auch sonst war das Spiel gutes Entertainment. DC United — Philadelphia Union 6:4 (n.E.)Robert Hettich

USA  |  Washington  |  Maryland SoccerPlex           
US-Open-Cup (Qualifikation)         
6. April 2011  | 2347 Zuschauer  
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Im Maryland SoccerPlex, etwa eine Stunde Fahrzeit außerhalb von Washington, trägt DC United seine Pokalspiele aus. Das Match gegen Philadelphia bot hohen Unterhaltungswert: einen permanent schauspielernden Faryd Mondragon im Tor und einen unentwegt auf den Schiedsrichter schimpfenden Manager Peter Nowak an der Seitenlinie. Der ehemalige Regisseur von Dresden, Sechzig und Kaiserslautern hatte zu Saisonbeginn mit dem Ex-Kölner einen »bunten Vogel« nach Philadelphia holen wollen. Der Kolumbianer wirkt mit seinen 39 Jahren allerdings nicht mehr durchtrainiert. Etwas orientierungslos nahm er den Ausgleichstreffer von Josh Wolff hin. Es war ein Spiel auf ein Tor, ein Dutzend Mal trafen die lauffreudigen Spieler aus der Hauptstadt Pfosten oder Latte. Oder Mondragon stand zufällig im Weg. Das Penaltyschießen verfolgte Nowak längst von der Tribüne. Sein Daumendrücken half nicht. Während DC vier Elfmeter verwandelte, weil sich Mondragon immer die falsche Ecke aussuchte, kitzelten bei zwei Unions die Nerven zu stark.

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