Das Restprogramm von BVB und FCB in der 11FREUNDE-Analyse

Also doch: Bayern wird Meister!

»Ratlose Bayern schreiben die Meisterschaft ab« – sagt der »Kicker«. Von wegen, sagt 11FREUNDE. Ein analytischer Vergleich des Restprogramms der Kontrahenten Dortmund und Bayern zeigt: Die sieben Punkte Vorsprung werden dem BVB nicht reichen! Das Restprogramm von BVB und FCB in der 11FREUNDE-Analyse

25. Spieltag
FC Augsburg – Borussia Dortmund / Bayern München – TSG Hoffenheim

Aufsteiger Augsburg als Stolperstein? Wohl kaum. BVB-Coach Jürgen Klopp lässt gönnerhaft seine gesamte erste Mannschaft auf der Bank und bringt dafür die Aufstiegshelden von 1976. Lothar Huber, Helmut Nerlinger, Zoltan Varga und der unverwechselbare Peter Geyer schießen die Borussia zu einem souveränen 4:0-Erfolg. Nach dem Spiel wird Augsburgs Trainer Jos Luhukay entlassen und durch Mario Basler ersetzt. Die Bayern gewinnen gegen Hoffenheim mit 1:0.

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26. Spieltag
Borussia Dortmund – Werder Bremen / Hertha BSC – Bayern München

Von einer furios aufspielenden Bremer Mannschaft wird der Deutsche Meister aus Dortmund mit 0:6 zerpflückt. Jürgen Klopp schiebt die Schuld auf den unverwechselbaren Peter Geyer, der anschließend auf unverwechselbare Art und Weise aus der Stadt gejagt wird. Hertha-Trainer Otto Rehhagel zitiert vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern gewohnt lässig Schiller (»Wer Großes leisten will, muss tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden und standhaft beharren.«), verliert dann aber knapp mit 0:1.

27. Spieltag
1. FC Köln – Borussia Dortmund / Bayern München – Hannover 96

Selbst Neuzugang Christoph Daum kann die 0:2-Niederlage (zwei Tore von Lothar Huber) seiner Kölner gegen Dortmund nicht verhindern. Die Bayern gewinnen mit 1:0 gegen Hannover 96.

28. Spieltag
Borussia Dortmund – VfB Stuttgart / 1. FC Nürnberg – Bayern München

0:0 gegen den VfB Stuttgart, doch beim BVB will keine Panik aufkommen. Jürgen Klopp lächelt unangenehme Fragen einfach weg, nur ein kurzer Ausbruch (»Du Seuchenvogel!«) zeigt, wie sehr den sympathischen Trainer das fade Unentschieden mitgenommen hat. Mario Basler entlässt sich beim FC Augsburg selbst und wird Co-Trainer von Otto Rehhagel, der die Presse gewohnt lässig mit einem Schiller-Zitat darüber informiert (»Ach, es war nicht meine Wahl!«). Die Bayern gewinnen beim 1. FC Nürnberg mit 1:0

29. Spieltag
VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund / FC Augsburg – Bayern München

Nur noch zwei Punkte trennen die Bayern vom BVB, doch davon will Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (»Fußball ist keine Mathematik!«) nichts wissen, vorlaute Medienvertreter verscheucht er unter Androhung von Otto-Rehhagel-Zitaten (»Ich muss von jedem Spieler in Europa wissen, was für ein Duftwasser er benutzt.«). Nichtsdestotrotz gewinnen die Bayern mit 1:0 gegen den FC Augsburg, dessen Fans 90 Minuten lang die Verabschiedung von Mario Basler feiern. Dortmunds schlägt den von Roy Präger trainierten VfL Wolfsburg durch ein spätes Tor von Lothar Huber mit 1:0.

30. Spieltag
Borussia Dortmund – Bayern München

Vor dem »Gipfeltreffen der Gipfelstürmer« (Zitat: »Kicker«) legt sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit dem Osterhasen an und droht mit seiner Fleischfabrik, Franz Beckenbauer, Markus Merk und Stefan Effenberg beginnen den Spieltag mit wüsten Beschimpfungen und den BVB erreicht noch vor dem Anstoß eine Anzeige des unverwechselbaren Peter Geyer. Viel böses Blut, die Dortmunder zeigen sich geschockt, Lothar Huber vergibt fünf Minuten vor dem Schlusspfiff die größte Chance des Spiels und die Bayern gewinnen mit 1:0. Otto Rehhagel fasst die Partie anschließend knackig zusammen: »Wenn er das Tor getroffen hätte, wäre der Ball drin gewesen, aber er hat vorbei geschossen.«

31. Spieltag
FC Schalke 04 – Borussia Dortmund / FSV Mainz 05 – Bayern München

Aufregung vor dem Derby auf Schalke: Jens Lehmann hat Jürgen Klopp die Brille geklaut und beim FC Schalke auf den Trainingsplatz uriniert. Das versteht niemand, bis auf Otto Rehhagel, der die Presse gewohnt lässig mit einem Schiller-Zitat versorgt (»Denn aufgelöst in diesem Augenblick sind aller Ordnung, aller Pflichten Bande.«) Dortmund gewinnt mit Ach und Krach und dank Lothar Huber mit 2:1. Die Bayern verlieren mit 0:1 beim FSV Mainz und entlassen Trainer Jupp Heynckes. Neuer starker Mann an der Seitenlinie wird Franz Beckenbauer, der als erste Amtshandlung Mario Basler zum Torwarttrainer macht. Otto Rehhagel (Zitat: »Der kluge Mann baut vor.«) nimmt es gelassen.

32. Spieltag
Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach / Werder Bremen – Bayern München

Fast hätte die Bundesliga das Überraschungsteam aus Mönchengladbach vergessen, nach zuletzt vier Niederlagen in Serie, der Kabinenschlägerei zwischen Marco Reus und Trainer Lucien Favre, der fristlosen Kündigung für Mike Hanke durch den neuen Präsidenten Stefan Effenberg, hatte sich die Borussia vorzeitig aus dem Titelrennen verabschiedet. Jetzt meldet sie sich beim furiosen 6:5-Erfolg gegen den BVB zurück. Alle sechs Treffer erzielt Innenverteidiger Dante, der seinen vorzeitigen Wechsel zum FC Augsburg bereits vor dem Spiel publik gemacht hat. Derweil wird der FC Bayern von einer furiose aufspielenden Bremer Mannschaft mit 0:6 zerpflückt.

33. Spieltag
1. FC Kaiserslautern – Borussia Dortmund / Bayern München – VfB Stuttgart

»Verflucht, wer mit dem Teufel spielt!«, warnt Hertha-Trainer Otto Rehhagel gewohnt lässig vor dem 33. Spieltag. Doch seine ehemalige Mannschaft aus Dortmund hört nicht richtig zu und verliert unerwartet gegen die Überraschungsmannschaft der vergangenen acht Spieltage mit 0:2. Lauterns Retter Peter Neururer darf bereits einen Spieltag vor Saisonende den Gang in die Relegation und wird vom neuen FCK-Präsidenten Mario Basler mit einem Rentenvertrag bis 2014 belohnt. Franz Beckenbauer führt den FC Bayern zu einem 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart. In der Tabelle führen die Bayern mit 69 Punkten vor Borussia Dortmund (68 Punkte).

34. Spieltag
Borussia Dortmund – SC Freiburg / 1. FC Köln – Bayern München

Spät, zu spät, setzt BVB-Coach Jürgen Klopp wieder auf seine erste Mannschaft, die den SC Freiburg gewohnt lässig mit 8:1 besiegt. Lothar Huber sitzt nur auf der Tribüne. Die Bayern gewinnen mit 1:0 gegen den 1. FC Köln und sind neuer Deutscher Meister. Hertha BSC ist gerettet, dank Otto Rehhagel, der nach der Saison die englische Nationalmannschaft übernimmt. Wolfsburg und Hoffenheim steigen ab, der 1. FC Kaiserslautern gewinnt die Relegationsspiele gegen Eintracht Frankfurt durch vier spektakuläre Freistoßtreffer des neuen Spielmachers Mario Basler. Der Autor dieser Zeilen wird nach der Saison bei 11FREUNDE von seinem unverwechselbaren Chefredakteur mit einem gewohnt lässigen Schiller-Zitat entlassen: »Mir ekelt vor dem diesem tintenklecksenden Säkulum.«

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