Costa Ricas Analyse-Profi Keylor Navas

Video killt den Stürmerstar

Costa Ricas Torhüter Keylor Navas ist bekannt für seine exzessive Video-Vorbereitung. Knackt er so auch Griechenlands Stürmer?

imago

Videos, Videos, Videos. Oder DVD's. Keylor Navas kann nicht genug davon bekommen. Bei seinem Klub UD Levante wissen sie um die Vorliebe ihres 27 Jahre alten Torhüters. Jede Woche muss die Analyseabteilung neues Material zusammenstellen. Je nach Gegner richtet sich das Volumen. Vor Spielen gegen Real Madrid oder dem FC Barcelona kann es schon mal sein, dass Navas um acht DVD's bittet. Der Inhalt ist thematisch immer derselbe: Es geht um die Stärken und Schwächen der gegnerischen Angreifer. Über welche Schusstechnik verfügen sie? Was ist ihre bevorzugte Ecke. Wie treten sie Freistöße oder Elfmeter? Solche Sachen. Navas liebt es, seine Kontrahenten zu studieren. Alles will er über sie wissen.

Einen ähnlich hohen Arbeitsaufwand wie die Kollegen von UD Levante dürften auch die Analysten der Nationalmannschaft von Costa Rica dieser Tage betreiben. Am Sonntag geht es im Achtelfinale gegen Griechenland. Die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale ist groß für Costa Rica, es wäre das erste Mal. Vor 24 Jahren schied Costa Rica im Achtelfinale aus, 2002 und 2006 war nach der Vorrunde Schluss. Schwer vorstellbar, dass sich Navas diese historische Chance jetzt entgehen lässt, weil ein Schütze ihn überraschen konnte.

Egal wie das Spiel gegen die Griechen ausgeht, Costa Rica ist bereits jetzt die größte Überraschung dieses Turniers. Kaum jemand hatte vor der WM mit dem kleinen Land aus Mittelamerika gerechnet. Schon gar nicht, als im Dezember des vergangenen Jahres die drei ehemaligen Weltmeister Italien, Uruguay und England als Gruppengegner gelost wurden.

Italien und England sind bereits wieder in der Heimat, Uruguay musste sich hinter Costa Rica mit Platz zwei zufrieden geben. Und über der Welt des Fußballs schwebte ein Fragezeichen. Wer zum Teufel sind diese Kerle? Dieser Bryan Ruiz? Dieser Joel Campbell? Yeltsin Tejeda, Keylor Navas und all die anderen?

Nun, sie sind allesamt gut ausgebildet und entgegen der allgemeinen Vermutung bereits zu einem beträchtlichen Teil in europäischen Ligen angestellt. Sie spielen in Russland, Griechenland, Norwegen, Dänemark, Holland oder in Spanien. So wie Navas. Bei der letzten WM-Teilnahme Costa Ricas im Jahr 2006 war die Situation noch eine andere gewesen. Damals spielten die meisten daheim bei Deportivo Saprissa, LD Alajuelense oder CS Herediano.

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