05.12.2013

Christian Streichs Kleinkrieg gegen Schiedsrichter

Absolut unverhältnismäßig

Christian Streich ist ein schlechter Verlierer, schnell beleidigt und wittert überall Verschwörungen gegen seinen Verein SC Freiburg. Sein Kleinkrieg gegen die deutschen Schiedsrichter ist nur nur anstrengend, er ist auch unverhältnismäßig.

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Christian Streich ist ein toller Trainer. Und ein toller Typ. Einer, der mit seiner handfesten, unverfälschten Art die Bundesliga bereichert. Der sich abhebt von den braven Antwortgebern, die jedes Interview langweiliger machen als eine Langzeitstudie von stillgelegten Eisenbahnstrecken. Deshalb lieben die Medien Christian Streich.

Was aber nicht heißt, dass Christian Streich frei von Fehlern ist. Niemand ist perfekt, schon gar nicht der Trainer vom SC Freiburg, der sich ja auch deshalb auszeichnet, weil er Ecken und Kanten hat. Streich ist ein schlechter Verlierer. Er ist schnell beleidigt. Und er wittert überall Verschwörungen gegen seinen Verein. In der Summe kann das sehr anstrengend sein.

»Dann nehmen wir das so hin...«

Am Mittwochabend war das wieder zu beobachten. Da saßen die Trainer aus Freiburg und Leverkusen gemeinsam bei der Pressekonferenz, das Spiel war schon seit 20 Minuten beendet. Genügend Zeit, um die ersten Emotionen nach dem Schlusspfiff sacken zu lassen und die Gedanken neu zu sammeln. Bayer-Trainer Sami Hyypiä war zuerst dran. Seine Mannschaft hatte das Pokal-Achtelfinale knapp mit 2:1 gewonnen. Er sagte: »Fußball ist nicht fair – Freiburg war heute viel, viel besser als wir.« Dann kam Christian Streich an die Reihe. Ihm ging es um die Abseitsentscheidung kurz vor dem Schlusspfiff gegen Freiburgs Stürmer Admir Mehmedi – wohl eine Fehlentscheidung, weil ein Leverkusener zuvor mit einem missglückten Befreiungsschlag eine neue Spielsituation eröffnet hatte. Streich sagte: »Normalerweise ist das kein Abseits. Aber (Pause) bei Freiburg…(Pause). Und dann nehmen wir das so hin und sind ruhig.«

 
 
 
 
 
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