20.01.2014

Chelsea gegen United in der Spielanalyse

Ein Sargnagel namens Eto´o

Manchester United verliert gegen Chelsea mit 1:3 und stürzt weiter in die Krise. Die 11FREUNDE-Taktikanalyse klärt auf, warum United gegen Chelsea zwar nicht schlecht, aber zu eindimensional spielte.

Text:
Tobias Escher
Bild:
imago

Es sollte der große Befreiungsschlag für David Moyes werden: Nach zuletzt guten Ergebnissen in der Liga wollte Manchester United mit dem FC Chelsea einen echten Topklub schlagen und die Krise abschütteln. Stattdessen vergrößerte gerade jener Trainer Uniteds Sorgen, der am liebsten selbst Fergusons Nachfolge angetreten hätte: Jose Mourinho.

United dominiert die Anfangsviertelstunde

Dabei schien es zu Beginn so, als finde United besser ins Spiel als Chelsea. Mourinhos Truppe stellte sich zunächst hinten rein und verteidigte tief im 4-4-1-1. In der ersten Viertelstunde ließ United den Ball in den eigenen Reihen rollen. Angreifer Danny Welbeck ließ sich tief fallen und beteiligte sich mit den beiden Sechser an der Ballzirkulation. Chelsea bekam zunächst keinen Zugriff im Mittelfeld.

Wenn United nach vorne spielte, ging es fast immer über die Flügel. Adnan Januzaj, der sehr hoch agierte, wich von der Stürmerposition auf die Flügel aus und sorgte zusammen mit den Außenspielern für Überzahlsituationen. Ashley Young und Antonio Valencia standen als Außenspieler sehr breit und suchten den Weg zur Grundlinie. Von dort versuchten sie, durch Dribblings in den Sechzehner zu gelangen oder Flanken zu schlagen. 26 Flanken schlug United insgesamt, mehr als doppelt so viele wie Chelsea (12).

Obwohl United immer wieder zwischen flachen und hohen Flanken variierte, blieben die Hereingaben größtenteils harmlos. Chelsea verteidigte routiniert im eigenen Sechzehner. Drei Verteidiger standen auf der Fünfmeterlinie, Sechser David Luiz sicherte den Rückraum. Die restlichen Verteidiger nahmen die Gegner, die in den Strafraum stießen, in Manndeckung. United fehlte im Strafraum ein wirklich kopfballstarker Stürmer, der es hätte mit den Hünen Cahill und Terry aufnehmen können.

Chelsea trifft mit erstem Angriff

Durch die starke Strafraumverteidigung verdammte Chelsea die Angriffe von United zur Wirkungslosigkeit. Nach und nach wurde deutlich, wie eindimensional das Angriffsspiel der »Red Devils« war. Sie konnten so gut wie nie Angriffe durch das offensive Zentrum einleiten. Es fehlte im offensiven Mittelfeld ein Spieler, der die tief agierenden Sechser mit den Stürmern verband; eine Rolle, die sonst Wayne Rooney übernimmt.

 
 
 
 
 
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