Bulgarien — Schweiz 0:0

Bei »Loddar« in Bulgarien

Länderspiel in Sofia: Ein netter Plausch mit dem Barkeeper, ein kühles Bierchen Park und traumhaftes Wetter. Es hätte so schön sein können, wenn auch Tore gefallen wären. Bulgarien — Schweiz 0:0Dénes Jäger

Bulgarien  |  Sofia  |  Wassil-Lewski-Nationalstadion           
EM-Qualifikation           
26. März 2011  |  17 000 Zuschauer

»Die Schweizer haben einen Coach, der mal Spanien trainiert hat, da sind wir ohne Chance«, sagte der Barkeeper zwei Stunden vor dem Spiel und meinte tatsächlich Ottmar Hitzfeld. Ob die falsche Information gezielt von einem gewissen Lothar M. gestreut worden war, Trainer der Heimmannschaft, blieb zunächst unklar. Ebenfalls nicht klären ließ sich die Frage, warum denn von den anwesenden Trinkern noch nie jemand im Stadion war. Der Preis wäre kein Hindernis gewesen: Lediglich acht bis 20 bulgarische Lew (vier bis zehn Euro) kostete der Eintritt für das wichtige Spiel. Geld, das von vielen Sofiotern an diesem frühlingshaften Samstag lieber für ein Bier im abgewirtschafteten, aber viel bevölkerten Borisowa-Gradina-Park investiert wurde. Die grüne Lunge der Stadt ist auch die Heimat des Nationalstadions, das – zugig, leer und mit dem Charme eines sozialistischen Flughafens – im krassen Gegensatz zu seiner lebendigen Umgebung stand. Es war letztlich die perfekte Kulisse für neunzig Minuten grauen EM-Qualifikations-Fußballs, ohne Tore.

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