07.01.2014

Braucht der FC Bayern Robert Lewandowski?

Everybody’s Perfect

Die gefühlt längste Transferverhandlung aller Zeiten ist endlich abgeschlossen: Der FC Bayern hat Robert Lewandowski verpflichtet. Doch braucht der Klub ihn überhaupt? Ja, natürlich. Schließlich verliefen die vergangenen eineinhalb Jahre nicht optimal.

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imago

Man könnte meinen, dass es seit Sommer 2012 ziemlich super für den FC Bayern läuft. Die Mannschaft gewann die Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions-League, die Klub-WM und den Uefa-Super-Cup. Fünf Titel, mehr geht nicht, jubelten einige Fans und ließen sich vor Freude sämtliche Trophäen auf Waden, Steißbein und Stirn tätowieren.
 
Doch das ist natürlich falsch. Mehr geht immer. Vor allem bei den Bayern.

Niederlagen und Unentschieden
 
Die Bilanz des Schreckens liest sich so: In der Liga hat Mario Mandzukic in der letzten Saison nur 15 und in der aktuellen bislang nur zehn Tore erzielt. Gegen Bayer Leverkusen setzte es am 28. Oktober 2012 nach 23 Jahren die erste Heimniederlage. Gegen den SC Freiburg konnte der FC Bayern am 27. August 2013 nur Unentschieden spielen. Das Schlimmste allerdings: Im DFL-Supercup verlor der FC Bayern vor der Saison 2013/14 gegen Borussia Dortmund. Wir erinnern uns: Hermann Gerland sagte in einem Interview mit 11FREUNDE einst, dass das Supercup-Spiel 2012 die wichtigste Partie für Bayerns Erfolgsserie gewesen sein soll.
 
Zurecht wurden die Bayern-Köpfe jetzt unruhig, als man in nostalgischer Lebkuchenatmosphäre noch einmal die letzten eineinhalb Jahre Revue passieren ließ. Auch die echten Fans trugen über die Feiertage mehr Sorgen als Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Sie hatten wahrlich schmerzhafte Spieltage hinter sich. Gegen den HSV hatte ihr Team ein paar Monate zuvor 9:2 gewonnen, nun langte es gerade noch zu einem 3:1. Und in Hoffenheim machte Thomas Müller erst 15 Minuten vor Schluss den Sack zu. Wer bei jenem Spiel die Gästefankurve sah, blickte in zerfurchte Gesichter. Einige Anhänger waren während der 90 Minuten um 17 Jahre gealtert.

Die bayrische Offensivkrise
 
Beängstigend ist auch das Torverhältnis. Die Bayern haben in der laufenden Saison 42 Treffer erzielt, das sind gerade mal vier mehr als der BVB und sechs mehr als Hoffenheim. Die Kraichgauer stehen allerdings momentan auf Platz 12, kurz vor dem Abgrund. Der Blick auf die internationalen Ligen bietet eine noch erschreckendere Erkenntnis: Der FC Barcelona hat nach der Hinrunde bereits 53 Tore erzielt, Litex Lovetsch kommt sogar auf 54 und Sheriff Tiraspol auf phänomenale 58 Treffer.

 
 
 
 
 
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