14.10.2013

Brasilien kann kommen: Welche Chancen haben die Qualifikanten?

Don't believe the hype

Seite 2/3: Die Geheim-Geheim-Überraschung
Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
imago

Deutschland
Stolze neun Monate haben wir nun Zeit uns auf ein Finale zwischen Deutschland und Spanien zu freuen. Zumindest könnte man davon ausgehen, wenn man die allgemeine Gefühlslage im Kreis der Nationalmannschaft einfangen sollte. Doch nach der hervorragenden Qualifikation werden auch im Kosmos Löw wieder die Uhren auf Null gestellt. Deswegen freuen wir uns auf erst einmal auf die endlose Diskussion um Stefan Kießling. Das Debüt von Roman Weidenfeller. Ein Comeback von Kevin Kuranyi.
Das 11FREUNDE-Orakel meint: Wenn nicht jetzt, wann dann? In etwa so scheint die Erwartungshaltung vieler Beobachter im Bezug auf den ganz großen Wurf in Brasilien zu sein. Doch genauso war es auch schon 2008 und 2010. Am Ende gab es die goldene Ananas. Tendenz: Halbfinale (mindestens)

Iran
Der Iran reist zur WM sicher mit ausschließlich friedlichen Absichten an. Zudem sind noch keine Geheimlabore zur Entwicklung übermenschlicher Kräfte rund um Teheran entdeckt worden. In der Quali setzte sich die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz unter anderem gegen Katar, den Libanon und Usbekistan durch. Das Torverhältnis von 8:2 aus acht Spielen lässt jedoch erahnen, dass die Kicker aus dem Nahen Osten eher nicht für das Spektakel zuständig sind.
Das 11FREUNDE-Orakel meint: Sollte Ali Daei nicht überraschend in den Kader der Nationalelf zurückkehren, könnte der Ausflug nach Brasilien für Irans Mannschaft ein kurzer werden. Da Ali Daei jedoch mittlerweile 44 ist und als Trainer arbeitet, heißt die Tendenz: Vorrunden-Aus.

Italien
Wir hatten so darauf gehofft, dass es die Italiener diesmal nicht schaffen. Wie sonst soll Löws Mannschaft sonst zum Titel kommen? Aber nun haben wir den Salat: Italien setzte sich äußerst souverän in der Gruppe B durch und fährt so wieder automatisch als einer der Turnierfavoriten nach Brasilien. Fußball kann so gemein sein.
Das 11FREUNDE-Orakel meint: Italiens Elf ist mitten in einer Verjüngungskur, hängt aber trotzdem noch am Tropf der Ideen von Andrea Pirlo. Ob der 103-Jährige auch im feucht-schwülen Klima von Brasilien auf Hochtouren läuft, bleibt zumindest nach den Eindrücken beim Confed-Cup fraglich. Tendenz: Viertelfinal-Aus.

Japan
Kagawa und Co. qualifizierten sich als erster von allen Teilnehmern für Brasilien. Und blickt man in die Bundesliga, so kann man zumindest meinen, dass ein Japaner im Team mittlerweile zum guten Ton gehört. So bildete sich heimlich, still und leise eine solide bis schlagkräftige Truppe, die sicher für eine Überraschung gut sein könnte. Nennen wir sie jetzt einfach mal Geheim-Geheim-Geheim-Überraschung.
Das 11FREUNDE-Orakel meint: Kagawa, Inui, Kiyotake, Honda: Die Offensive der Japaner lässt halb Asien träumen. Hinten stehen bundesligaerprobte Defensivspieler. Sollte die Bundesliga also tatsächlich die beste Liga der Welt sein, könnte man Japan durchaus mal was zutrauen. Tendenz: Halbfinale (vielleicht)

Kolumbien
Wer Falcao im Angriff hat, braucht niemandem im Weltfußball zu fürchten. Warum sollten die Kolumbianer sich also bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1998 verstecken? Gerade weil Falcao mit Jackson Martinez auch noch einen der begehrtesten Stürmer der Welt an der Seite hat. Und mit Mario Yepes den vermutlich ältesten Spieler des Turniers. Gut, diese Argumente sind an den Haaren herbeigezogen, aber immerhin sind es Falcaos Haare.
Das 11FREUNDE-Orakel meint: Kolumbien ist eine Wundertüte. Und da Wundertüten auch manchmal nur Mist enthalten, geht die Tendenz in Richtung: Vorrunden-Aus.

 
 
 
 
 
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