07.04.2014

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg in der Spielanalyse

Mit der Raute zum Glück

Dass Jürgen Klopp nicht nur gut in Mikrophone poltern kann, sondern auch ein hoch begabter Trainer ist, bewies der BVB-Coach beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Die 11FREUNDE-Taktikanalyse zeigt: Klopp wechselte zur Halbzeit den Sieg ein.

Text:
Tobias Escher
Bild:
imago

Nach dem Rückschlag in der Champions League wollte Borussia Dortmund in der Liga wieder Kraft tanken. Jürgen Klopp schickte seine beste Elf gegen den VfL Wolfsburg aufs Feld und setzte auf das gewohnte 4-2-3-1-System.

Schlüsselrolle Junior Malanda

Die erste Halbzeit dominierte jedoch der VfL. Die Dortmunder kamen kaum am variablen Pressing der Wolfsburger vorbei. Eine Schlüsselrolle übernahm darin Junior Malanda: Er pendelte zwischen einer Rolle als Sechser und Achter. Durch seine Bewegungen konnte Wolfsburg entweder in einem 4-1-4-1 hohen Druck im Mittelfeld ausüben oder sich in einem 4-4-1-1 weiter zurückziehen. Malanda zeigte sich dabei extrem laufstark. Bei seiner Auswechslung in der 79. Minute hatte er bereits über zehn Kilometer zurückgelegt – der höchste Wert aller Spieler zu dieser Zeit.

Besonders wenn Malanda hervorschoss und Wolfsburg hohen Druck im Zentrum ausübte, bekamen die Dortmunder Probleme. Sie konnten das Wolfsburger Pressing kaum umspielen. Diese orientierten sich – wie gewohnt – nah am Gegenspieler anstatt stur den Raum abzudecken. Gerade im Mittelfeld waren sie immer eng an Nuri Sahin und den vorstoßenden Mats Hummels dran. Dortmunds Kreativachse konnte das Spiel nicht in Ruhe aufbauen.

Schnelles Wolfsburger Spiel

So gut das Pressing der Wolfsburger war, so schwach war die spielerische Leistung der Dortmunder. Einfache Pässe spielten sie unkonzentriert zum Gegner, im Zweifel wurde der unnötige Pass nach vorne gesucht, anstatt den Ball zirkulieren zu lassen. Die Dortmunder Spieler sprinteten einige Male blind nach vorne, sodass der ballführende Spieler keine Anspielstation hatte. Wolfsburg hatte leichtes Spiel, den Ball im Mittelfeld zu erobern.

 
 
 
 
 
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