25.02.2007

Boca Juniors vs. River Plate

Wappenkunde auf dem Hintern

Die argentinischen Spitzenvereine Boca Juniors und River Plate verbindet seit jeher eine innige Feindschaft. Dass diese auch vor den Tätowierstuben von Buenos Aires nicht Halt macht, musste ein junger Fan neulich schmerzhaft erleben.

Text:
Robert Mucha
Bild:
Imago
Seit Tätowierungen nicht mehr allein als Privileg besoffener Matrosen und gelangweilter JVA-Insassen gelten, lassen sich auch immer mehr Fußballfans das Wappen ihres Lieblingsklubs in die Haut sticheln. Manche klein, andere so groß, dass es auf einem prall gefüllten Bierbauch einen hübschen 3D-Effekt ergibt.



Den Tätowierer seines Vertrauens sollte man allerdings sorgfältig aussuchen, fußballferne Experten verwechseln schon mal die Vereinsfarben oder vergessen entscheidende Buchstaben. Und wer will schon mit »Bayern 04 Leverkusen« auf dem Oberarm herumlaufen. Selten passieren auch solch unangenehme Zwischenfälle wie jüngst einem jungen Anhänger der Boca Juniors in Argentinien. Der hatte sich entschieden, sich das Boca-Emblem ausgerechnet auf seinen Allerwertesten tätowieren zu lassen, marschierte frohgemut ins Studio und ließ sich von einem Meister der Nadelkunst das Wappen stechen. Dumm nur, dass dieser Anhänger des Rivalen River Plate war und sich einen üblen Scherz erlaubte. »Das habe ich allerdings erst mitbekommen, als ich das Tattoo meinen Eltern zeigen wollte«, klagte der junge Mann der Tageszeitung »Terra« sein Leid. Der gewissenlose Schurke hatte dem Jungen statt des gewünschten Wappens »einen Penis auf den Hintern tätowiert«, wie ein Polizeisprecher kopfschüttelnd nach der Beweisaufnahme feststellte: »Unglaublich.« Die Beamten fragten allerdings erstaunt nach, warum der Pfusch nicht schon im Studio aufgefallen sei. »Dort hatten sie keinen Spiegel«, greinte der junge Mann.
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