Bilderbuch einer Karriere: Steffen Freund (I)

Tinky Winky und der Vokuhila

Steffen Freund hat fast alles gewonnen — und noch mehr gegrätscht. Für uns schaut er in das großartige Fotoalbum seiner noch großartigeren Karriere.

imago

Vokuhila, Teletubbie, Mittelfeldmonster: Steffen Freund hat in einer Karriere viele Dinge erlebt und viele Modesünden begangen. Mit uns hat er durch das Bilderbuch seiner Karriere geblättert und seine Erinnerungen ausgepackt. Hier ist Teil 1 des großen Karriererückblicks



Stahl Brandenburg (1976-1991)
Mein erster Verein war die BSG Motor Süd Brandenburg. Die Anlage lag genau zwischen meinem Zuhause und der Schule. Da kam die Begeisterung für den Fußball ganz von allein. Bis ich elf, zwölf Jahre alt war, habe ich nebenbei auch viel Leichtathletik trainiert. Laufen und Weitsprung waren meine Paradedisziplinen. Dann allerdings musste ich mich für eine Sportart entscheiden, zum Glück war es der Fußball.

Mein Glück war, dass sich die BSG Stahl Brandenburg gerade im Aufschwung befand. 1984 stieg der Klub in die DDR-Oberliga auf. Davon profitierte natürlich auch die Nachwuchsförderung. Ich wechselte zu Stahl und erfuhr dort eine ähnlich gute Förderung, wie ich sie an der Sportschule in Frankfurt genossen hätte. Mit dem Vorteil, mein gewohntes Umfeld nicht verlassen zu müssen.

Das Bild zeigt mich in meinem letzten Junioren-Jahr. Danach kam ich in die Herrenmannschaft. Und obwohl ich längst Junioren-Nationalspieler war, hat es über eine komplette Saison gedauert, bis ich dort Fuß fasste. Das lag auf der einen Seite daran, dass die Mannschaft wirklich stark war. 1986 hatten sie es sogar in den Uefa-Pokal geschafft. Auf der anderen Seite musste ich mir als junger Kerl den Respekt der älteren Spieler erst hart erarbeiten. Ein Beispiel: Wenn es ins Trainingslager ging, einen Tag vor dem Spiel, hat jeder ein Bier bekommen — meins hat sich immer wortlos einer der etablierten Spieler gegriffen. Erst nachdem ich in meinem allerersten DDR-Oberliga-Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt überzeugt hatte, war die Sache klar. Beim nächsten Mal blieb das Bier vor mir auf dem Tisch. Ich war angekommen.

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