Best of 2013: UEFA revidiert Entscheidung

Schalke rückt ins Viertelfinale vor – Drogba nachträglich gesperrt

Die verrücktesten Transfers, die interessantesten Interviews, die schönsten Herzschmerz-Geschichten – zum Jahresende holen wir die besten Artikel des Jahres aus dem Keller. Diesmal: Die Sensation in der Champions League!

Ein echter Osterhammer*: Schalke 04 steht nun doch im Viertelfinale der Champions League. Die UEFA hat am Sonntagabend in einem Eilprozeß entschieden, dass der ivorische Angreifer Didier Drogba keine gültige Spielerlaubnis für seinen neuen Klub Galatasaray Istanbul besitzt. Damit war auch sein Einsatz in den beiden Partien des Champions-League-Achtelfinals gegen Schalke 04 nicht rechtmäßig. Beide Spiele wurden nun nachträglich mit 2:0 für den FC Schalke gewertet. Somit zieht der Klub nachträglich in das Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid ein. Obwohl das Spiel bereits am Mittwoch (3. April, ab 20:45 Uhr live bei Sky) in Madrid stattfinden wird, verzichten die Königsblauen auf einen Antrag auf Neuansetzung. »Wir sind vom Regen in die Traufe gekommen. Deswegen freuen wir uns einfach auf das Abenteuer Madrid und gucken, was da für uns zu holen ist«, sagte Finanzvorstand Peter Peters. Schalke-Manager Horst Heldt war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Via Twitter äußerten sich aber bereits einige Spieler über die überraschende Entscheidung. Während die Schalke-Profis sich natürlich über das nachträgliche Geschenke der UEFA freuen, zeigen die Galatasaray-Spieler wenig Verständnis. Didier Drogba ließ kurz und prägnant verlauten: »L'UEFA sucks!« Zudem entschuldigte er sich bei seinen Fans.


Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz griff Galatasaray-Coach Fatih Terim die UEFA scharf an und sagte: »Ich glaube, da wollte uns jemand nicht unter den besten acht Teams von Europa sehen.«



Aus formaljuristischen Gründen hatte Schalke 04 nach dem Hinspiel am 20. Februar 2013 gegen die Spielerlaubnis von Didier Drogba in der Champions League protestiert, die UEFA lehnte den Einspruch damals ab. Der Fußball-Bundesligist hatte wegen des umstrittenen Wechsels von Stürmer Didier Drogba aus China zu dem türkischen Spitzenklub protestiert. Schalke wollte von der UEFA die Spielberechtigung des Ivorers überprüfen lassen. »Damals sind den zuständigen Personen offenbar einige Fehler unterlaufen, die erst jetzt zu Tage kamen«, sagte ein Sprecher der UEFA. Eine routinemäßige Überprüfung des Vorgangs ergab, dass die vorläufige Spielerlaubnis, die der Fußball-Weltverband FIFA kurzfristig für Drogba vergeben hatte, weder für die türkische Liga noch für den Europapokal Gültigkeit besaß. Der Ivorer ist also nach wie vor vertraglich an den chinesischen Klub Shanghai Shenhua gebunden, den er im Winter nach dem Ausbleiben seiner Gehaltszahlungen überraschend verlassen hatte.

Nachdem der Reduzierung der Rot-Sperre für Zlatan Ibrahimovic (Paris St. Germain) ist dies bereits die zweite spektakuläre Entscheidung der UEFA binnen weniger Tage. Zudem widerspricht der europäische Verband erneut gegen eine Entscheidungen der FIFA. Insider sehen darin eine Fortführung des Konfliktes, den der europäische Fußballverband seit Monaten mit dem Weltverband austrägt. Vermehrt hatte UEFA-Chef Michel Platini in den letzten Wochen öffentlich die Konfrontation mit dem Weltverband gesucht. Dem FC Schalke wird das egal sein: Die Königsblauen spielen nach dem 3:0 Sieg gegen Hoffenheim in der Bundesliga nun überraschend im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid.

*Liebe Leser, wir weisen euch hiermit darauf hin, dass Didier Drogba nicht gesperrt wurde und Schalke 04 auch nicht ins Viertelfinale der Champions League vorrückt. Die Nachricht, alle verwendeten Zitate, sowie das Video zur Pressekonferenz und die Tweets der Spieler sind frei erfunden. Kurz gesagt: April, April!

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