Bert Trautmann im Interview

»Ich hatte keinen leichten Start«

Bert Trautmann verschlug es als Kriegsgefangenen nach England. Zunächst noch Anfeindungen ausgesetzt, avancierte er zum hochverehrten Keeper von Manchster City. Nun wurde ihm eine besondere Ehre zu Teil. Wir gratulieren. Bert Trautmann im InterviewImago
Heft #75 02 / 2008
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75
Wir gratulieren, Bert Trautmann!

Wozu denn das?

Sie wurden gerade in einer Fanumfrage der englischen Profispielervereinigung PFA zum besten Man City Spieler aller Zeiten gewählt.

Oh. Schön.

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Freuen Sie sich denn gar nicht?

Doch, doch. Immerhin haben mich die meisten vermutlich gar nicht spielen sehen.

Sind Sie denn der beste Spieler aller Zeiten?

Das kann ich nicht beantworten. City hatte viele große Spieler. Denken Sie nur an Colin Bell, Mike Summerbee oder meinen Vorgänger im City-Tor, den englischen Nationaltorhüter Frank Swift. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, da einen besonders hervorzuheben

Aber Sie haben ja scheinbar einen besonderen Eindruck hinterlassen.

Als Deutscher hatte ich keinen leichten Start. Aber ich habe mich durchgesetzt, über viele Jahre ganz gut gespielt und mich auch für soziale Belange stark gemacht.

Ganz gut gespielt? Um Kopf und Kragen, meinen Sie wohl.

Das Pokalfinale von ’56 ist für viele Fans immer noch ein Meilenstein. Auch wenn ich nicht dafür in Erinnerung bleiben möchte, dass ich mir den Hals gebrochen habe.


Wer wäre denn Ihr persönlicher Man City Spieler aller Zeiten?

Da würde ich mich für einen Mann meiner Generation entscheiden, der nicht so stark im Licht der Öffentlichkeit steht: Johnny Hart. Er war nicht nur ein großartiger Spieler, er hat auch über Jahrzehnte wichtige Aufbauarbeit bei City geleistet und sich enorm für den Verein und seine Fans engagiert. Es sind Menschen wie Johnny, die den Fußball prägen.


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