Begegnung mit Thomas Schaaf

Er ist jetzt Eintracht

Für unser neues Bundesliga-Sonderheft trafen wir Thomas Schaaf zum Interview des Monats. In Frankfurt, nicht in Bremen. Daran musste sich Alex Raack erst einmal gewöhnen.

Vanja Vucovic
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Es gibt da diese Szene bei »Die Fabelhafte Welt der Amelie«. Filmheldin Amelie möchte dem Fiesling vom Obst- und Gemüsestand eins auswischen, schleicht sich in dessen Wohnung und tauscht Türgriffe, Pantoffeln und Zahnbürste aus. Das zeigt seine Wirkung: Der Fiesling, auf den überraschenden Wechsel des Gewohnten nicht eingestellt, zweifelt schließlich am eigenen Verstand.

Plötzlich nicht mehr Werder

Für das neue 11FREUNDE-Bundesliga-Sonderheft interviewte ich Thomas Schaaf. Dazu muss man wissen, dass ich es seit jeher mit Werder Bremen halte. Als ich regelmäßig ins Weserstadion fuhr, Ende der Neunziger, trat Thomas Schaaf gerade seinen Job als Werder-Trainer an. Er blieb es 14 Jahre. Einen anderen Mann an der Seitenlinie meines Vereins als Thomas Schaaf hätte ich mir viele Jahre lang nie vorstellen können. Der Mann mit der Brummbär-Attitüde wurde für mich zur Gewohnheit wie die Türgriffe und die Pantoffeln für den Fiesling bei »Amelie«.

Bekanntermaßen ist Schaaf seit mehr als einem Jahr nicht mehr Trainer in Bremen. Daran habe ich mich irgendwann gewöhnt. Weil sich Schaaf zurückzog und einfach gar nicht mehr präsent war, blieb er trotzdem immer mit Werder behaftet. Dann stellte Eintracht Frankfurt Schaaf als neuen Trainer vor.

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