Begegnung mit Per Mertesacker

Riesentyp

Wenn zwei 11FREUNDE-Leute (beide 1,78 Meter) Per Mertesacker (1,98 Meter) treffen, können sie nur ein Ziel haben: möglichst schnell hinsetzen, damit sie nicht mehr den Kopf in den Nacken legen müssen. Und mit dem Interview beginnen. Das tut gut.

Chris Gloag
Heft: #
137

Der erste Kritikpunkt gleich mal vorweg: Per Mertesacker kann nicht alles. Für die Rolle des Nachbarn in der Serie »Hör mal, wer da hämmert«, dessen Gesicht stets nur halb zu sehen ist, weil er hinter einem Zaun steht, wäre der Mann vollkommen ungeeignet. Zu groß, viel zu groß. Kein Zaun der Welt kann ihn verbergen.

An einem Dienstagnachmittag Anfang März sitzen wir in einem Pub im Norden Londons und warten auf Per Mertesacker, seit anderthalb Jahren in Diensten des FC Arsenal. Ein Wahnsinniger hat die Heizung bis zum Anschlag aufgedreht, dazu brennt im Kamin auch noch ein halber Wald. Nur mit sehr viel Kaffee können wir uns vorm sofortigen Winterschlaf bewahren. Wann kommt endlich Mertesacker und erzählt uns aufrüttelnde Storys aus seinem geilen Profileben? Oder war er schon da, wir haben es bloß verpennt? Ein Blick auf die schmelzende Uhr: Nein, zehn Minuten noch bis zur Verabredung. Draußen: Regen. 

Regen, durch den im Fünfminutentakt ein fast leerer Bus fährt, in dem eine sehr nasse alte Zeitung liegt, wahrscheinlich voller weiterer Kritikpunkte.  Ein Eichhörnchen taucht auf und wieder ab, verspottet uns, und ein Zaun steht da, der den Blick auf den Rest dieses tristen Ensembles versperrt, was, wie anzunehmen ist, kein Grund für noch tiefere Melancholie sein dürfte. Wir haben auch so genug gesehen. Das also ist North Hempstead, wo die Schönen wohnen. Es könnte auch Lüneburg sein. Noch zwei Kaffee, bitte!

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