Bayern-Hannover in der Spielanalyse

Erfolg in der Komfortzone

Matthias Sammer bemängelte nach dem 2:0-Sieg über Hannover 96 die Haltung seiner Profis. Doch auch wenn die Bayern noch nicht bei 100% sind – das System nimmt immer mehr Formen an. Sagt zumindest die 11FREUNDE-Taktikanalyse.

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Nach rund drei Monaten Amtszeit nimmt das System Guardiola immer mehr Gestalt an. Gegen Hannover setzte Pep Guardiola abermals auf das 4-3-3-System, das er einführte. Den Part der einzigen Sechs übernahm Philipp Lahm. Slomka hielt den Bayern ein klassisches 4-4-2-System entgegen.

Hannover will kontern

Slomka setzte dabei auf die klassischen Tugenden, die Hannover in den vergangenen Jahren stark gemacht haben: Ein starkes Mittelfeldpressing gepaart mit schnellen Kontern. Vorne versuchten die beiden Stürmer, die Innenverteidiger zu Pässen auf die Außen zu zwingen. Dort suchten Edgar Prib und Bittencourt die Zweikämpfe. Auch im Zentrum stießen Leon Andreasen und Lars Stindl immer wieder im Wechsel hervor, damit die Bayern ihren Ballbesitz nur in der eigenen Hälfte ausspielen konnten.

Die Bayern versuchten so gut es ging, sich nicht in den Stricken des Hannoveraner Mittelfelds zu verfangen. Der Spielaufbau verlief wahlweise über Lahm oder über diagonale Bälle nach Außen. Auffällig waren die zahlreichen Positionswechsel der Offensivspieler: Franck Ribery war überall auf dem Platz aktiv und suchte das Zusammenspiel mit Arjen Robben. Thomas Müller und Mario Mandzukic besetzten die Lücken, die das Duo hinterließ.

Die Bayern erarbeiten sich so Überzahlsituationen im Zentrum oder auf der rechten Seite. Mit flachen, schnellen Kombinationen kamen sie oft erfolgsversprechend ins letzte Drittel. Allerdings trafen sie dort oft falsche Entscheidung. So brachen sie vielversprechende Angriffe zugunsten eines Passes nach Außen ab. Diesen Pass erwartete Hannover allerdings und doppelte den ballführenden Spieler sofort. Den Bayern blieb oft nur die Flanke. 25 Mal flankten die Außenspieler in den Sechzehner – Großchancen erspielten sich die Münchener so jedoch nicht.

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