Bayern-Frankfurt in der Analyse

1000 Mal berührt

Armin Veh verzichtet gegen Bayern München auf zwei Stammkräfte und kam böse unter die Räder. Am Ende stand eine 0:5-Niederlage und die leidige Frage, wer diese Bayern eigentlich stoppen soll.

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Liebe Kinder, es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der Bundesligateams nach München gefahren sind, um den großen FC Bayern zu besiegen. Angesichts der Dominanz, welche die Münchener allerdings in dieser Spielzeit ausstrahlen, wirkt die Auftritte der Gastmannschaften heutzutage mitunter so, als wolle der Gegner bestmöglich Schadensbegrenzung betreiben. Armin Veh ging bei dieser Form der eigenverschuldeten Selbstaufgabe noch einen Schritt weiter und schonte in Sebastian Rode und Carlos Zambrano gleich auch noch zwei Stammkräfte.

Es gibt kein bayrisches Wort für Ballverluste

Dennoch kann niemand behaupten, Veh hätte sich nicht auf das Gastspiel in München vorbereitet. Sein Team sollte mit einer flexiblen Formation besonders das Zentrum schließen. So spielte Frankfurt praktisch mit fünf zentralen Mittelfeldspielern, die ständig auf die Positionswechsel der Bayern reagierten. Frankfurt verteidigte dadurch in einem sehr flexiblen Gerüst, das mal zum 4-3-2-1, mal zum 4-4-2 und mal zum 4-1-4-1 wurde.



Das Ziel der Hessen war, die Bayern aus dem zentralen Bereich vor dem eigenen Sechzehner fernzuhalten. Dabei nahmen die Frankfurter die Bewegungen der Münchener stets auf: Wenn sich etwa die Außenspieler in die Mitte orientierten, zog sich die Frankfurter Formation eng zusammen. Vorne liefen Alex Meier und Jan Rosenthal manches Mal aus der Formation, um die zurückfallenden Philipp Lahm und Thiago frühzeitig zu attackieren.

Thiago und Mandzukic, die ungleichen Matchwinner

Ballgewinne gab es für die Eintracht dabei aber kaum. Das Frankfurter Konstrukt war zwar recht stabil, hatte allerdings durch die vielen Positionswechsel durchauchs auch chaotische Züge. Die Münchener bespielten die fluide Defensive geduldig, ruhig und mit viel Bewegung. So schufen sie immer wieder neue Dreiecke. Gerade Thiago hatte eine fast schon unmenschliche Präsenz auf dem gesamten Spielfeld. Dadurch dass Toni Kroos geschont wurde, konnte der Spanier tiefer als zuletzt agieren. Immer wieder bot er sich im Rückraum als Anspielstation an. Mit 185 Ballkontakten in einer Partie stellte er einen neuen Bundesligarekord auf.

Einen Haken hatte Frankfurts Taktik jedoch: Die Flügel ließen sie weitestgehend frei. Wenn Rafinha oder David Alaba nach vorne stießen, mussten Frankfurts Außenverteidiger aus der Formation rücken, um die beiden aufzunehmen. Die Bayern nutzten dies, um an die Grundlinie durchzubrechen und Flanken in die Mitte zu schlagen. Offenbar hatte Frankfurt nach den Querelen der letzten Wochen nicht damit gerechnet, dass vorne ein Brecher der Marke Mario Mandzukic lauern würde. Die Bayern suchten ihn konsequent mit ihren Flanken, aus diesen Situationen konnte er die ersten beiden Tore auflegen.

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