Bayern-BVB: Beide Mannschaften in der Einzelkritik

Giraffe trifft Robben

Es sollte das Megaspiel des Jahres werden und wurde zumindest ein gutes Pokal-Viertelfinale. Der FC Bayern besiegt den BVB verdient mit 1:0. Hier kommen beide Mannschaften in der knallharten Einzelkritik.

Die Bayern in der Einzelkritik

Manuel Neuer
Hatte über lange Phasen der Partie nichts zu tun. Hielt sich mit ein bisschen Stretching und lockeren Sidesteps trotzdem im Spiel. Als Dortmund in der zweiten Hälfte kam, ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er seine weiße Weste im Pokal behalten will. Souverän und leider unterfordert.

Philipp Lahm
Ist und bleibt einer der besten Außenverteidiger der Welt. Hat seinen Vorwärtsgang ein bisschen schleifen lassen und konzentrierte sich gegen den Angstgegner auf die Defensive. Sein Nachsetzen im gegnerischen Sechzehner ermöglichte erst das Siegtor. Vielleicht der größte Streber der Liga. Und das ist auch gut so.

Daniel van Buyten
Für viele ist es eine Überraschung, dass der 35-Jährige überhaupt noch im Kader der Super-Bayern steht. Und er steht wie ein Berg. Am Boden gewohnt hüftsteif, ist der Belgier in der Luft eine Macht. Bei jeder Ecke im Grunde eine Naturgewalt. Gutes Spiel.

Dante
Er kostete keine 40 Millionen Euro und ist doch Bayerns heimlicher Königstransfer. Der Mann mit der Bauschaumfrisur wirkt unüberwindlich, packte Robert Lewandwoski freundlich in Watte und ließ ihn nicht auskühlen. Nett. Oder stark. Kommt auf den Blickwinkel an.

David Alaba
Spielte in der Mitte der zweiten Hälfte den Ball vor dem eigenen Sechzehner mit der Hacke zum Mitspieler. Das zeigt wie arschcool der Bengel ist. Wir können immer wieder nur staunen.

Javier Martínez
Hatte Glück, dass er für die Horrorgrätsche gegen Robert Lewandowski nicht vom Platz flog. Ansonsten solide.

Bastian Schweinsteiger
Hatte die meisten Ballkontakte und trieb seine Mannschaft immer wieder nach vorne. Uneingeschränkter Leader der Mannschaft. Erklärte im Anschluss noch einem überforderten Fieldreporter den modernen Fußball. Ein klarer Chef-Tag!

Thomas Müller
Atzte, kämpfte, rangelte, tobte wie nun mal nur Thomas Müller atzt, kämpft, rangelt und tobt. Setzte mit einem Volley-Hackenpass im Dortmunder Fünfmeterraum den technischen Glanzpunkt des Spiels. Ansonsten selten vor dem Tor. Aber man kann ja auch nicht alles alleine machen.

Toni Kroos
Dirigierte das Tempo phasenweise mit der Grandezza eines Franz Beckenbauer. Sucht manchmal ein bisschen zu krampfhaft den Traumpass in die Tiefe. Gestern allerdings ohne Fehler und – was noch wichtiger ist – ohne Phlegma.

Arjen Robben
Ihm war anzumerken, dass er sich selbst was beweisen wollte. Nach den dunklen BVB-Erinnerungen aus der letzten Saison, wollte er das Spiel im Grunde alleine entscheiden. Das gelang ihm dann auch. Zeigte in jeder Minute, dass er zur Not auch als Libero aushelfen würde. Ganz klar: bester Mann.

Mario Mandzukic
Beschränkte sich in diesem Spiel auf den Kampf und fand im Sechzehner eigentlich zu selten statt. Brauchte er aber auch nicht.

Luiz Gustavo
Kam für Müller, um die Defensive zu stärken. Dortmund wurde daraufhin allerdings immer besser. Daran konnte auch der Brasilianer nichts ändern und hat seine Aufgabe so ein bisschen verfehlt. Aber wen interessiert das heute schon noch?

Mario Gomez
Kam sehr spät. Hatte die Haare sehr schön. Immerhin.

Jerome Boateng
Kam noch später. Hatte die Haare nicht ganz so schön. Schade.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!