17.03.2014

Bayern - Bayer in der Spielanalyse

Der gute alte Brechi

Lob ist das Höchste, was es gegen Bayern München momentan zu holen gibt: Die Leverkusener zeigen eine defensiv starke Leistung, haben aber dennoch kaum eine Chance gegen die Bayern. Die 11FREUNDE-Taktikanalyse erklärt, welche Kniffe Leverkusen nutzte.

Text:
Tobias Escher
Bild:
imago

In der Allianz Arena gab es in dieser Saison für die Gegner der Bayern nichts zu holen. Bayer Leverkusen trat trotzdem an und versuchte von Beginn weg, den Schaden zu minimieren. agierte in einem 4-1-4-1, das in manchen Situationen zu einem 4-5-1 wurde. Dabei übten sie in der vordersten Linie keinen Druck aus, sondern zogen sich in die eigene Hälfte zurück. Es war in der Theorie eine ähnliche Herangehensweise, mit der Schalke beim 1:5 vor einigen Wochen kläglich scheiterte. Leverkusen verteidigte allerdings wesentlich kompakter und vor allem: intelligenter.

Vorsicht, es ist eine Falle!

Während die Schalker extrem abwartend agierten, schossen bei Bayer immer ein bis zwei Spieler aus der Formation hervor. Die Achter Lars Bender und Emre Can übten hinter der Mittellinie hohen Druck aus. Wenn sie die Bayern im Mittelfeld angriffen, blockierten die Außenstürmer sofort den Passweg zum nahen Außenverteidiger.

Leverkusen zwang die Bayern dadurch die Passwege auf. Der einfache Pass auf den ballnahen Flügel war verschlossen, daher mussten die Bayern entweder das Spiel verlagern oder den Angriff abbrechen. Auf diese Verlagerungen lauerte Leverkusen allerdings, vier Spieler schoben sofort auf die andere Seite und setzten den ballführenden Spieler unter Druck. So konnte Leverkusen ungewohnte Ballverluste der Bayern erzwingen, nach einem solchen hatten sie sogar die große Chance zur Führung. Son vergab allerdings freistehend (11.).

Allerdings begingen die Bayern nur in der Anfangsphase den Fehler, sich in die Engen der Leverkusener Formation drängen zu lassen. Ihre Spielweise wurde nach und nach risikoärmer. Schweinsteiger bot sich im Halbraum als freier Spieler an, sodass die Bayern jederzeit nach Pässen nach vorne sofort einen Spieler im Rückraum anspielen konnten. So brachen die Bayern ihre eigenen Angriffe immer ab, ehe sie den Ball hätten verlieren können.

 
 
 
 
 
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