Bayer - Bayern in der Spielanalyse

Bayrische Zentrumsüberladungen

Im Topspiel des Tabellenzweiten gegen den -dritten spielte am Samstag nur der FC Bayern. Wie Pep Guardiola gegen Leverkusen wiederholt Nuancen seiner Taktik an den Gegner anpasste und warum es letztlich nur zu einem Remis reichte, klärt unsere Spielanalyse.

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Gastgeber Leverkusen reihte sich im Topspiel Zweiter gegen Dritter gegen den Ball in einer Art 4-5-1 auf. Sam und Can waren dabei über weite Strecken der Partie auf einer Höhe mit den eigenen Sechsern. Bayer war von Beginn an nicht darauf aus, in Sachen Ballbesitz eine bedeutende Rolle in dieser Partie zu spielen. Tief in der eigenen Hälfte empfing die Werkself den Rekordmeister und wollte sich einen großen Vorteil des 4-5-1 zu Nutze machen: Bei Spielverlagerungen des Gegners steht man im 4-5-1 auf der ballfernen Seite nicht so entblößt wie im 4-4-2 oder ähnlichen Formationen.

Falsches 4-3-3? Leverkusen im tiefen 4-5-1

Mit neun Spielern, die konsequent weit in der eigenen Hälfte standen, hatte Bayer folgerichtig Probleme, den Münchener Spielaufbau zu stören. Kießling hatte gegen Dante, Boateng und die unterstützend zurückfallenden Mittelfeldspieler keine realistische Chance, an den Ball zu kommen.



Nicht zum ersten Mal besetzte Pep Guardiola sein Dreiermittelfeld mit Kroos, Schweinsteiger und Lahm. In der Aufgabenverteilung nahm Guardiola jedoch einige kleine Anpassungen vor. Lahm, der tiefste Spieler des Dreiecks, fiel nicht zwischen die Innenverteidiger zurück, wie man es schon in mehreren Partien in dieser Saison gesehen hatte.

Gegen einen pressenden Stürmer, Kießling, genügte es völlig, wenn Boateng und Dante das Spiel breit machten. Lahm bot sich vor den beiden in den Halbräumen an und trug das Spiel von dort aus weiter nach vorne. Unterstützt wurde der Kapitän dabei von Kroos und von den beiden Außenverteidigern, die wieder einmal interessante Rollen inne hatten.

Rafinha und Alaba in den Räumen der offensiven Mittelfeldspieler

Während es in vielen Teams üblich ist, dass die offensiven Flügelspieler einrücken und die hinterlaufenden Außenverteidiger für die Breite im Spiel sorgen, ist es bei den Bayern umgekehrt. Rafinha und vor allem Alaba halten sich über weite Strecken des Spiels in den Räumen auf, in denen sich normalerweise ein offensiverer Sechser herumtreibt. Doch warum sollten die beiden Außenverteidiger auch noch in die ohnehin überfüllte Spielfeldmitte – Reinartz, Rolfes, Bender, Kroos, Schweinsteiger, Lahm – ziehen?

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