Aus aktuellem Anlass: So bewältigt man Aggressionen

Lassen Sie es fließen!

Matthias Sammer ist wütend geworden. Weil seine Mannschaft mit 2:0 gewann. 11FREUNDE möchte helfen. Und hat ein paar gut gemeinte Ratschläge parat.

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»Wir spielen zum Teil lethargisch, wir spielen ohne Emotionen Fußball, wir machen Dienst nach Vorschrift! Wir müssen raus aus der Komfortzone. Pep hin, Pep her, Pep hoch, Pep runter - und wir finden das alle so prima, dass wir sagen, ach gut Mensch, da stehen wir alle auch ein bisschen weniger in der Verantwortung.«

Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer ist mal wieder wütend geworden. Seine Mannschaft gewann zwar gegen Hannover 96 mit 2:0, machte aber irgendwie doch alles falsch. Meint Sammer. Überraschend kam der erneute Ausbruch nicht, denn auf zwei Dinge kann man sich in dieser verrückten Welt immer verlassen: Morgen geht die Sonne auf und irgendwann hat Matthias Sammer mal wieder was zu meckern.

11FREUNDE möchte helfen. Mit guten Ratschlägen, warmen Worten, einem vorsichtigen Schulterklopfer in verschriftlichter Form. Lieber Matthias Sammer, liebe wütende Männer des Fußballs, liebe Liebenden: Alles wird gut. PS: Peace!

  • Grundsätzlich: Aggression ist ein wichtiges Gefühl. Es hilft uns, uns zu wehren. Aggression gibt uns das Gefühl, am Leben zu sein. Aggression hilft uns zu spüren, wann unsere Grenzen überschritten worden sind und ob wir vielleicht etwas ganz anderes wollen, als wir derzeit haben.

  • So widersinnig es zuerst klingen mag: Sie müssen zuerst Ihre Aggressivität annehmen, bevor Sie sie anfangen zu zügeln

  • Manche können das nur mithilfe eines Therapeuten. Die Hilfe eines Therapeuten bei der Aggressionsbewältigung zu suchen und anzunehmen, ist keine Schande, sondern eine mutige Art, Verantwortung für sich zu übernehmen.

  • Sie müssen erst einmal dafür sorgen, dass andere durch Ihre Aggressionen nicht verletzt werden. Das ist Ihre Verantwortung. Wenn Sie wütend werden, gehen Sie aus dem Zimmer, aus der Wohnung/aus dem Büro, bringen Ihre Kinder/Spieler in Sicherheit.

  • Benützen Sie innere Bilder zur Aggressionsbewältigung. Sie wenden sich ab und atmen tief durch. Wenn Sie können, erinnern Sie sich an etwas Schönes. Es ist sinnvoll, sich dazu ein entspannendes Bild vorzubereiten. Etwa Ihre lächelnde Tochter oder ruhiges Meer.

  • Dann schreiben Sie sich unbedingt auf, was Sie stört, was Sie wütend macht, auf die Palme bringt, Sie die Beherrschung verlieren lässt. Lassen Sie es fließen. Papier ist geduldig. Auch Ihre Tastatur. Hier dürfen Sie Dampf ablassen.

  • Was können Sie tun, um das nächste Mal nicht mehr so aggressiv zu sein? Erarbeiten Sie Lösungen für Ihre Aggressionsbewältigung alleine, besser aber mit einem Freund, Therapeuten oder Seelsorger. (Quelle: helpster.de)

  • Ein guter Weg Wut und Aggression vorzubeugen ist sportliche Aktivität, durch die körperliche Anstrengung werden Aggressionen abgebaut. Auch Wettbewerbe im sportlichen Bereich dienen zur Aggressionsbewältigung, denn ist man stolz auf seine Leistungen fällt es leichter zu entspannen, so kommen Aggressionen gar nicht erst zum Ausbruch. Eine weitere Möglichkeit ist das Autogene Training welches, richtig angewendet, eine schnelle Entspannung in aufreibenden Situationen herbeiführt. (Quelle: gesundheit-im-netz.net)

  • Sport ist nichts für dich und du kannst dich nicht überwinden zu trainieren? Dann versuch's mit deinen Lieblingssongs, denn Musik ist super, um seine Wut und Aggression loszuwerden. Dreh' die Anlage ordentlich auf und sing mit. Wenn du richtig wütend und genervt bist, darf es auch härtere Musik mit viel Bass und anständigen Beats sein. (Quelle: starflash.de)

  • Schafft man es nicht alleine die Wut und Aggressionen zu bewältigen, empfiehlt es sich an einem Antiaggressionstraining teilzunehmen, dieses findet in Gruppen statt. Die Teilnehmer lernen anhand bestimmter Übungen ihre Wut zu kontrollieren. Bei diesen Übungen werden Situationen kontrolliert herbeigeführt in denen aggressives Verhalten auftritt. Durch Wiederholung dieser Übungen soll den Teilnehmern antrainiert werden, sich besser selbst zu kontrollieren. (Quelle: gesundheit-im-netz.net)

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!