Auf dem 11mm-Festival:
15.03.2010

Auf dem 11mm-Festival:

The Damned United

Berlin ist seit dem vergangenen Wochenende wieder Schauplatz der famosen 11mm-Filmfestivalreihe, sehnlich erwartet wird die Aufführung von »The Damned United«. Autor Ulrich von Berg hat dem Film bereits ein Denkmal gesetzt.

Text:
Ulrich von Berg
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Imago
Eine raffiniert montierte Collage grobkörniger TV-Bilder in ausgelaugten Farben setzt den historischen Rahmen, führt zurück in die späten sechziger und frühen siebziger Jahre, eine Zeit, in der in der ersten Liga Englands noch fairere Wettbewerbsbedingungen herrschten. Immerhin elf verschiedene Klubs errangen in diesen beiden Jahrzehnten die Meisterschaft: Die Spielfelder tief zerfurchte Schlammlandschaften; Trikots und Frisuren, die eigentlich schon damals die Geschmackspolizei auf den Plan hätten rufen müssen; Fouls und Tätlichkeiten, bei denen weniger die Brutalität als die Plumpheit verblüfft; in den Reihen der Akteure kein einziges nicht weißes Gesicht. Football made in England. Ein derber Sport aus einem derben Land. Die Umwandlung des Spiels in aseptische Familienunterhaltung, das schleichende Gift der Disneyifizierung waren noch in weiter Ferne.



Und grob gestrickt waren auch die Männer, die am Rand des Spielfeldes den Ton angaben. Einem von ihnen setzt Regisseur Tom Hooper mit  »The Damned United« ein Denkmal. Dass Brian Clough ein Denkmal verdient hat, steht außer Frage, und tatsächlich gibt es in Nottingham eine Statue von ihm. Außergewöhnlich ist, dass es ihm auch in Form eines Romans von David Peace errichtet wurde, dessen Verfilmung nun in den Kinos läuft. Verfilmen heißt nachinszenieren, so tun als ob. Da wird es mehr als heikel, wenn es um großen Fußball geht, um Spiele, an die man sich noch erinnern kann, um Tore, die man noch vor Augen hat. Wie in allen besseren Fußballfilmen gibt es in »The Damned United« nur relativ wenige Momente, in denen tatsächlich Fußball gespielt wird. Trotzdem geht es nur um Fußball, mit einer Selbstbeschränkung, die beeindruckt: Auf alle Ausschmückungen des eigentlichen Themas, die eventuell dazu getaugt hätten, zusätzliche Publikumssegmente anzusprechen, wird verzichtet. Also keine tieferen Einblicke ins Privatleben der Figuren, keine an den Haaren herbeigezogene Lovestory am Rande, auch kein als Sozialkritik intendiertes Sittenbild des seinerzeit politisch und sozial aus den Fugen geratenen UK.

Keine Lovestory, keine Sozialkritik

Ganz am Ende von John Fords Western »Der Mann, der Liberty Valance erschoss« wirft der alte Zeitungsmann, nachdem er endlich den wahren Grund für den steilen Aufstieg eines Politikers erfahren hat, seine Notizen ins Feuer und sagt trotzig: »Wenn die Wahrheit über eine Legende herauskommt, drucken wir trotzdem die Legende.« Das gilt nicht nur für den alten Westen. Auch in der Fußballgeschichte wuchern sie. Legenden, die nicht sterben wollen, sich ihrer Enthüllung widersetzen, nicht zuletzt, weil die Gegenwart kaum noch welche bereithält. »The Damned United« versucht zum Glück nicht, die Wahrheit hinter der Legende ans Licht zu zerren und seinem Protagonisten die Maske vom Gesicht zu reißen. Der Film wartet auch nicht mit neuen Erkenntnissen auf, alles, was gezeigt und gesagt wird, konnte, wer wollte, schon seit Jahrzehnten wissen. »The Damned United« will noch einmal erzählen, wie es war – mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Abgesehen vom narrativen Kniff, geschickt zwischen zwei Zeitebenen zu wechseln, ist er daher ein angenehm altmodischer Film.


Diese Legende geht in groben Zügen so: Mit nur zwei Verbündeten, seiner großen Klappe (»Brian Clough, it’s enough«, meldet sich einmal sogar kein Geringerer als Muhammad Ali via Mattscheibe zu Wort) und seinem treuen Assistenten Peter Taylor (dem die tägliche Arbeit mit dem Team obliegt und der ein goldenes Näschen für preiswerte Spieler hat, die anderenorts nicht zurechtkommen) mischt Brian Clough ab 1969 den englischen Fußball auf und führt 1972 den Provinzklub Derby County sensationell zur Meisterschaft. Schlagartig zählt er zum kleinen Häuflein der Manager mit Starqualitäten, ist dabei eher ein begnadeter Motivator als raffinierter Stratege. Extrovertiert und lautsprecherisch wie sonst höchstens noch Malcolm Allison von ManCity versteht sich Clough auch außerhalb des Platzes als Showman, der weiß, wie man an seinem Image strickt. Die Medien vergöttern ihn und fressen ihm aus der Hand.

Extrovertiert und lautsprecherisch

Zwei Jahre lang (in denen Derby County allerdings nichts mehr gewinnt) genießt er den Ruhm des Shooting Stars, dann überspannt er in seiner Selbstherrlichkeit den Bogen. Um dem stets klammen Klub mehr Geld für Spielereinkäufe abzutrotzen, setzt er den Vorstand mit einer Rücktrittsdrohung unter Druck. Doch der Bluff funktioniert nicht, die Direktoren haben genug von Cloughs Eskapaden und setzen ihn vor die Tür. Eigentlich schon beim Drittdivisionär Brighton & Hove Albion im Wort (wo dann Taylor alleine anheuert), bricht er kurzerhand den Vertrag, als sich ihm die goldene Chance bietet, Leeds United zu übernehmen. Don Revie, der dort 13 Jahre das Zepter geschwungen und außer dem Europapokal alles gewonnen hatte, löst den glücklosen Alf Ramsey als Manager der Nationalelf ab. Doch nach 44 Tagen ist alles vorbei. Ohne den besonnenen Taylor an seiner Seite führt Cloughs Konfrontationskurs ins Desaster. Im Handumdrehen gelingt es ihm, alle, wirklich alle gegen sich aufzubringen, den Vorstand, die Fans, die Journaille, die ganze Stadt. Und natürlich die Spieler, die, angeführt von Billy Bremner (der auf den Job des Spielermanagers spekuliert), offen meutern.

Cloughs Konfrontationskurs führt ins Desaster

Clough verliert den Machtkampf und kontert mit Entschädigungsforderungen, wie sie die Liga noch nicht erlebt hat. Don Revie, der bald selbst Schiffbruch erleiden wird, genießt das Totalfiasko seines Nachfolgers aus der Distanz und nicht ohne stille Genugtuung, denn die beiden Manager verbindet eine langjährige, beiderseits mit Hingabe gepflegte Feindschaft. Clough scheitert an seiner Hybris, dem nichtexistenten Einfühlungsvermögen, den Allmachtsfantasien, die ihn längst steuern. Er fällt tief, doch er zeigt Einsicht und Reue. Tritt den Canossagang zum zuvor herzlos verstoßenen Peter Taylor an und bittet demütig um Vergebung. Gemeinsam fangen sie wieder ganz unten an, beim Zweitligisten Nottingham Forest. Schnell erweist sich, dass sich Wunder doch wiederholen können.

Gleich in der Aufstiegssaison feiern Clough und Taylor eine weitere Meisterschaft, dann zweimal hintereinander den Gewinn des Europapokals der Meister, was bis heute keinem anderen englischen Klub mehr gelungen ist. Der neue Manager an seinem ersten Arbeitstag in Leeds: Satte fünf Tage hat er den selbstredend von einem Club, bei dem er gerade vertragsbrüchig geworden ist, bezahlten Mallorca-Urlaub überzogen, fest davon überzeugt, dass man auf einen Mann seines Rangs gern etwas länger wartet. Brian Clough will nicht unbedingt behaupten, der beste Vertreter seines Berufsstandes zu sein, aber unter den Top One befindet er sich schon. Vorm und im Stadion an der Elland Road warten tatsächlich schon alle, die komplette Vorstandschaft (Halsabschneidervisagen, die auch jedem Gangsterfilm zur Ehre gereicht hätten), Journalisten, jugendliche Fans und die mürrisch dreinblickende Spielerschar. Damit der Zuschauer auch gleich weiß, um welche Koryphäen es sich dabei handelt, tragen sie ihre berühmten Namen auf dem Rücken der violetten Trainingsjacken: Johnny Giles, Peter Lorimer, Gordon McQueen, Allan Clarke. Klarer Sieger des look alike contests und mit Kippe im Maul: Billy Bremner.

Berühmte Namen auf violetten Trainingsjacken

Doch zunächst nimmt Clough noch einen anderen Termin wahr. Bei einem lokalen TV-Sender zieht er nach Kräften über den Mann her, der Leeds United zu einer Spitzenmannschaft geformt hat und, damals wie heute, in der Grafschaft Yorkshire dafür wie eine Gottheit verehrt wird: Don Revie. Er greift nicht nur dessen Methoden als Manager an, er stellt Revies moralische Integrität in Frage. Mit einer Wortwahl, die in ihrer versteckten Boshaftigkeit beeindruckt und vor schneidender Arroganz trieft, aber stets mit einem maliziösen Grinsen im Gesicht. Cloughs Art, sich Feinde zu schaffen und diese Feindschaften dann auch in aller Öffentlichkeit zu zelebrieren (was sich heute, wo jeder Konflikt unter faulen Kompromissen und einer faden Konsenssoße erstickt wird, kaum noch jemand traut) hatte immer den Zug des genial Diabolischen. Revie, der am Bildschirm Zeuge dieser Hasstirade wird, greift natürlich sofort zum Telefonhörer und bläst der Vorstandsriege von Leeds United gehörig den Marsch.

Cloughs Art hat diabolische Züge

Entsprechend ist wenig später die Stimmung, als Clough sich endlich bequemt, den hohen Herren seine Aufwartung zu machen. Doch unbeeindruckt verkündigt er sein Credo. Er hat nicht weniger im Sinn, als den Namen Don Revie aus dem kollektiven Bewusstsein der Fans zu tilgen. Von nun an soll es heißen: Brian Clough über alles. Wörtlich! Sich von seinem Vorgänger zwecks Eigenprofilierung in möglichst vielen Belangen scharf abzugrenzen ist das eine, sich bei ausnahmslos allen Beteiligten des neuen Arbeitsumfeldes gleich sämtliche Sympathien zu verscherzen, etwas ganz anderes. Aber es gibt nun einmal Menschen, die meinen, nur zu Höchstform auflaufen zu können, wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen und mit der ganzen Welt Krieg führen. Nachdem dann auch noch die Spieler, immerhin amtierende Meister, ihr Fett abbekommen haben, ist das Tischtuch schon zerschnitten, bevor alle Familienmitglieder überhaupt am Tisch Platz genommen haben.

Clough wirft Bremner & Co die schmutzige Spielweise des Teams vor, die ewigen Versuche, Elfmeter zu schinden (womit nebenbei das hierzulande bereitwillig geglaubte Ammenmärchen entzaubert wird, auf der Insel gäbe es dies nicht), die vorsätzlichen Verletzungen von Gegenspieler. Er spricht ihnen ab, würdige Meister zu sein und empfiehlt, sie sollten die für die bisher gewonnenen Titel verliehenen Medaillen umgehend in der Mülltonne entsorgen. Damit spricht er zwar nur aus, was die Anhänger der übrigen 21 Erstligisten schon seit Jahren wissen, es aus dem Mund ihres neuen gaffers zu hören, ist für die Spieler aber doch ein unerwarteter Kulturschock. Weil sie wissen, dass Clough jeden in Grund und Boden labern kann, wagen sie keinen Widerspruch, man sieht aber, wie die Jalousien runtergehen und kollektiv auf stur geschaltet wird. Bei dieser Truppe wird der neue Manager kein Bein mehr auf die Erde bekommen.

Er kann jeden in Grund und Boden labern

Auch wer nicht weiß, welchen Verlauf die Spielzeit 1974/75 nahm, ahnt, dass Clough sich nicht lange wird halten können. Nach dieser fulminanten Eröffnung fragt man sich unwillkürlich, was noch kommen soll, doch dann springt der Film sechs Jahre zurück und beginnt plausibel zu machen, wo die Ursprünge von Brian Cloughs irrational anmutender Aversion gegen Don Revie zu suchen sind. Gleichzeitig aktive Erfolgstrainer, die sich aus irgendwelchen, meist völlig nichtigen oder trivialen Gründen nicht ausstehen können, hat es immer gegeben. Die Verbissenheit, mit der sie ihre lebenslangen Psychokriege ausfechten, ist für Außenstehende oft unterhaltsamer als das aktuelle Gekicke ihrer Mannschaften. Merkel vs. Happel, Lattek vs. Rehhagel oder Daum vs. Heynckes, die Medien hopsen jederzeit mit Begeisterung über derart hingehaltene Stöckchen, jeder Zeilenknecht hat eine vulgärpsychologische Fernanalyse parat.

Lebenslange Psychokriege

Das am 27. Januar 1968 ausgetragene Drittrundenspiel des FA Cups hatte wahrhaftig weitreichende Folgen, was an diesem Tag freilich noch niemand ahnen kann. Für Don Revie ist die Begegnung kaum mehr als eine lästige Pflichtaufgabe, für Greenhorn Brian Clough, der mit Derby County am Tabellenende der zweiten Division herumkrebst, aber die lang ersehnte Begegnung mit dem Mann, dem er mit heißem Herzen nacheifert. Leeds mochte hinterhältig und höchst unattraktiv agieren, Tatsache ist, dass Revie das Team, ohne dass ihm große finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, mit kluger Weitsicht zusammengesetzt und aus der Bedeutungslosigkeit an die Spitze geführt hat. Von ähnlichen Triumphen träumt auch Brian Clough, überambitioniert und vom Ehrgeiz fast zerfressen. Aber seine Mannschaft soll Revies Erfolge mit schönem und vor allem sauberem Fußball überbieten. Wie sehr hat er sich auf das ungleiche Kräftemessen mit seinem Vorbild gefreut.

Erlesener Sherry in der Gästekabine

Eigenhändig hat er die Gästekabine auf Hochglanz poliert und sogar einen erlesenen Sherry für den anschließenden Umtrunk bereitgestellt. Doch wenn er geglaubt hat, Revie würde ihm auf Augenhöhe begegnen, liegt er falsch. Der würdigt ihn vor und nach dem Spiel keines Blickes, sieht einfach durch ihn hindurch, ignoriert die ausgestreckte Hand. Ob die Unhöflichkeit nun Winkelzug psychologischer Kriegsführung gewesen ist oder nur ein Anflug von Hochmut zum falschen Zeitpunkt, ist noch volle sechs Jahre später Thema eines TV-Streitduells der beiden Kombattanten. Revie, der den Vorfall naturgemäß schnell vergessen hat, schwört nun alle Eide, dass der Brüskierung keine böse Absicht zugrunde gelegen habe, Clough führt sich auf, als wäre er bei einer Eheberatung für aussichtslose Fälle.

Wer will, kann meinen, dass es einzig um verschmähte Liebe geht. Weil Leeds auch noch das Spiel, wie kaum anders zu erwarten, mit 2:0 gewinnt, schwört Clough dem Mann, der zwei Stunden zuvor noch sein Idol gewesen ist, ewige Todfeindschaft und nimmt sich nicht weniger vor, als Don Revies Lebenswerk Leeds United irgendwann sein eigenes Brandzeichen zu verpassen. Bis dahin ist es ein langer, beschwerlicher Weg und der Rest des Films zeigt ausgewählte Stationen dieses Weges, immer zwischen der Gegenwart (1974) und den Jahren ab 1968 pendelnd. Obwohl Revie als der alte, erfahrene Trainerfuchs galt und Clough als der junge Wilde der Zunft, lagen sie altersmäßig nur acht Jahre auseinander. Beide kannten einander ganz genau und hatten mehr Ähnlichkeit, als sie jemals öffentlich zugegeben hätten. Beide Manager stammten aus Middlesbrough absolvierten beinahe identische Spielerkarrieren.

Trainerfuchs und junger Wilder

Sie hatten Unmengen Tore geschossen (Revie für ManCity und Sunderland, Clough für Middlesbrough und Sunderland), waren von Walter Winterbottom, dem Manager der Nationalelf, sträflich vernachlässigt worden, und galten als Spieler, die gegenüber taktischen Neuerungen ungewöhnlich aufgeschlossen waren. Was Brian Clough erreichte und vor allem, wie er es das tat, wäre heute, wo in erster Linie Geld Titel möglich macht, natürlich unvorstellbar. Schon dadurch hat »The Damned United«, obwohl streng den historischen Tatsachen verpflichtet, einen leicht märchenhaften Touch. Außenseitererfolge wie die von Derby County oder Nottingham Forest wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Damals, in Zeiten relativer Chancengleichheit, konnte Glaube noch Berge versetzen und die Kunst der Motivation wurde noch nicht in Seminaren gelehrt. Clough faszinierte auch, weil ihn die Aura des Gemeinen und Zwielichtigen umgab, etwas, das definitiv von der Straße kam.

Er lebte die Lust an der Provokation offen aus, immer knallhart nach der Devise: Warum sachlich, wenn’s auch persönlich geht? Er war, auch wenn er verbal nur selten mit dem Florett focht, unglaublich eloquent und schlagfertig, wodurch seine Arroganz immer gerade noch erträglich blieb und meist auch Witz hatte. Und, vielleicht am wichtigsten, ihm war früher als jedem anderen bewusst, dass solch flegelhaftes Benehmen mit Stil großes Entertainment ist, das inzwischen in die Zeit passte. Biopics sind immer auch Schauspielerfilme. Dass Darsteller Michael Sheen der porträtierten historischen Figur wie aus dem Gesicht geschnitten ist, hilft ungemein, wenn man Identifikation herstellen will.

Flegelhaftes Benehmen gleich großes Entertainment

Gerade die Engländer sind bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu den irrsten Leistungen fähig, man denke etwa nur an jenen genialen Besetzungscoup vor rund zehn Jahren, als Gary und Martin Kemp von Spandau Ballet die Kray-Zwillinge Ronnie und Reggie (in den Sixties die ungekrönten Gangsterkönige des Londoner East Ends) spielten. Auch Sheen passt wie die Faust aufs Auge, genau wie Colm Meaney als Don Revie. Nur weil sie den beiden echten Managern zum Verwechseln gleichen, kann sich der Film mehrmals des Stilmittels bedienen, alte TV-Aufnahmen von Clough und Revie zwischen die fiktionalen Szenen zu schneiden, ohne dass es beim Zuschauer zu Irritationen kommt. Michael Sheen beherrscht Cloughs eigenwillige Mimik und Gestik perfekt, ebenso den raspelnden Geordieslang des Nordostens.

Sämtliche Größen einer vergangenen Epoche der Fußballgeschichte sind in »The Damned United« gut, beinahe perfekt getroffen, der Film kratzt, wie erwähnt, nicht an der Legende, er versteht sich als uneingeschränkte Sympathiebekundung. Daher ist es schon verwunderlich, dass sowohl Cloughs Witwe Barbara als auch Sohn Nigel, Ex-Nationalspieler und momentan Manager von Derby County, gleich nach der Veröffentlichung gegen den Roman Sturm liefen und der Verfilmung ihre Unterstützung verweigerten.  
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