21.08.2013

Atletico-Neuzugang David Villa vor dem »Supercopa« gegen Barca

Der Name der Hoffnung

Für den FC Barcelona hegt er immer noch viele Sympathien – doch trotzdem ist die heutige Begegnung gegen seinen alten Verein kein Freundschaftsspiel für Atletico Madrids neuen Stürmer David Villa. Am liebsten würde er sein Debüt mit einem Tor krönen – und dann auch jubeln.

Text:
Robin Hartmann
Bild:
Imago

Eigentlich gibt es nicht wirklich viel, was darauf hindeutet, dass das heutige Spiel zwischen Atletico Madrid und dem FC Barcelona ein hochdramatischer Gassenhauer werden dürfte. Ausgetragen wird, wie jedes Jahr seit 1982, die »Supercopa«, ein eher unbedeutender Pokal zwischen dem Landesmeister und dem Pokalsieger, der Gewinner startet mit einer Trophäe in die gerade begonnene Saison – weiter ist eigentlich nichts. Zudem scheinen in dieser Begegnung die Rollen klar verteilt, sogar Atletico-Trainer Diego Simeone sieht Barca als haushohen Favoriten: »Barcelona ist die beste Mannschaft der Welt, sie haben mit Messi den besten Spieler weltweit und mit Neymar jetzt auch einen weiteren, der mal der Beste sein wird.«

Der Mann, der Spanien zum ersten WM-Titel schoss

So liegt die spanische Hauptstadt kurz vor dem Hinspiel im heimischen Stadion Vicente Calderón im Fußball-Dämmerschlaf, von Euphorie keine Spur bei 38 Grad im Schatten. Bei Atletico ist eben etwas alles geerdeter als beim protzigen Lokalrivalen Real, die Fans erwarten keine Wunder, auch wenn Madrids zweite Mannschaft in den letzten Jahren einiges gewonnen hat. Für einen jedoch ist diese Begegnung alles andere als Fußballer-Alltag, und das ist Madrids Nummer 9 – besser bekannt als David Villa, Kicker der Extraklasse und bei seiner Vorstellung als einer der »besten Stürmer der Welt« gelobt. Was sicherlich keine Übertreibung ist. Fast im Alleingang schoss Villa die »Furia Roja« 2010 zum ersten WM-Titel, woraufhin sich der allmächtige FC Barcelona für drei Jahre seine Dienste sicherte. Doch dann kam Neymar, und Veteran Villa zog weiter, wollte aber im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht ins Ausland wechseln – dann schon lieber zu Atletico.

Ausgerechnet gegen Barca soll er jetzt sein Debüt für die »Rot-Weißen« geben - und ist heiß auf seinen ersten Titel mit seinem neuen Team. »Marca.com« sagte er: »Wir müssen perfekt spielen, um gegen Barca zu gewinnen. Aber Atletico hat in den letzten Jahren viel erreicht und viele große Gegner geschlagen. Wir haben realistische Chancen auf den Sieg.« Für solche Sätze lieben sie ihren neuen Stürmer, und dass er die kolumbianische Torgarantie Radamel Falcao mehr als würdig ersetzen wird, daran gibt es keinen Zweifel. Seine Mitspieler loben ihn jetzt schon jetzt in den höchsten Tönen. So sagt zum Beispiel Koke Resurrección: »Er hat sich perfekt eingelebt. Er wird die Mannschaft besser machen, einer wie er hat uns gefehlt.« Sein Mannschaftskollege und Mit-Neuzugang Leo Baptista ergänzt: »Nur mit David zu trainieren, berührt mich schon sehr.Ich bin glücklich, mit einem solchen Spieler spielen zu dürfen. Villa ist einfach Villa.«

 
 
 
 
 
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