Ansetzungen der Premier League

Wie soll das gehen?

Weniger als 48 Stunden zwischen zwei Begegnungen, 30 Ligaspiele in zehn Tagen: Der Spielplan der Premier League erregt um den Jahreswechsel zurecht die Gemüter auf der Insel. Verheizt die Liga ihre Spieler?

imago

»Ich weiß nicht wer dafür verantwortlich ist«, sagte Sam Allardyce, neuer Coach bei Crystal Palace nach der 0:2-Niederlage bei Arsenal, »aber er sollte dringend gefeuert werden.«

Damit meinte er nicht sein wenig ruhmreiches Kurzzeit-Engagement als Trainer der englischen Nationalelf letzten Sommer. Stattdessen ging es Allardyce um denjenigen, der die Spielansetzungen der englischen Premier League verantwortet.

Denn während in den meisten europäischen Ligen rund um Weihnachten und Neujahr der Ball ruht, rollt er in der Beletage des britischen Fußballs unermüdlich weiter.

Zu viele Spiele, zu wenig Zeit

Das ist erstmal nichts Neues, schließlich ist eine Winterpause in der Premier League-Saison nicht vorgesehen. Im Gegenteil ist der »Boxing Day« genannte zweite Weihnachtstag ein Highlight der Saison.

Schon vor den Feiertagen gab es heftige Kritik an den Ansetzungen, die in verschiedene Richtungen zielten, insgesamt jedoch den gleichen Tenor hatten: Zu viele Spiele, zu wenig Zeit.

So witterte Jose Mourinho eine Verschwörung pro Chelsea in den Entscheidungsgremien (»Eine stressige Phase ist es für manche Klubs. Nicht für alle«), während Jürgen Klopp die Frage aussprach, die sich dieser Tage vermutlich alle Beteiligten stellen: »Weniger als 48 Stunden zwischen zwei Spielen – wie soll das gehen?«


»Wenn der Trainer will, dass ich spiele, werde ich spielen.«

Sogar Zlatan Ibrahimovic, der Mann, der Weihnachten mit fast nackt durchgeführten Situps im schwedischen Schneetreiben feiert, musste sich seine Menschlichkeit eingestehen. »Es gibt keinen Supermenschen, es gibt keine Kraft, die sich von einem Spiel so schnell erholt«, stellte er konsterniert fest.

Nur, um anschließend mit Blick auf Mourinhos angekündigte Aufstellung hinzuzufügen: »Und ich kann nichts daran tun. Wenn der Trainer will, dass ich spiele, werde ich spielen. Aber lasst uns realistisch bleiben: Von einem Spiel muss man sich zwei bis drei Tage erholen.« Und wenn Zlatan das schon sagt, dann brauchen andere vermutlich drei bis vier Tage.

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