Anleitung: So feiert man eine Meisterschaft!

Früher war weniger Lametta

Meistershirts, Konfettikanone, Bierdusche – die Bayern haben es mal wieder mustergültig vorgemacht, wie man eine Meisterschaft anständig feiert. Für alle anderen präsentieren die Jubelperser von 11FREUNDE die nötigen Schritte auf dem Weg zur perfekten Meister-Party!

Schritt 1: Meister werden!
Klingt einfacher als es ist. Fragen Sie mal Michael Kutzop. Also den von 1986.

Schritt 2: Meistershirts überstreifen!
Sie sind Meister? Dann nix wie rein in die traditionell potthässlichen Meistershirts, die der Zeugwart bereits 20 Minuten vor dem Abpfiff auf der Ersatzbank verteilt hat. Verlässliche Reservespieler tragen das Teil bereits bevor der Schiedsrichter die Partie abpfeift, Feldspieler suchen den letzten Sprint der Saison zur Bank und den Shirts. Nicht wundern: die Dinger sind entweder zu klein oder zu groß. Kleiner Hinweis: Niemals schon in der Halbzeitpause unterziehen, das bringt Unglück. Stimmt´s, AC Mailand?

Schritt 3: Große Gläser mit Inhalt füllen!
Ist im Idealfall schon vor dem Abpfiff von fähigen Helferlein getan worden. Jetzt heißt es, die bis zu zwei Meter großen Gläser des Sponsors auch blitzschnell an den Mann zu bringen. Nur Anfänger trinken jetzt schon den ersten Schluck.

Schritt 4: Bierdusche, Teil 1!
Auf geht die Jagd! Hetzen sie zunächst ihren Zeugwart, dann den Pressesprecher und schließlich den Mannschaftsarzt johlend über den Rasen und nässen sie die Kollegen dann stilvoll ein. Erfahrene Zeugwarte und Pressesprecher erkennen sie am genussvollen Gesichtsausdruck, mit dem die Dusche angenommen wird. Und an den knochentrockenen Ersatzklamotten eine Viertelstunde später.

Schritt 5: Bierdusche, Teil 2!
Erst wenn der komplette Betreuerstab gut durchweicht ist und nach Tresen riecht, suchen und finden sie den Trainer. Zeigen sie, was sie während der Saison am Taktikbrett gelernt haben und kesseln sie ihren Chef dann geschickt ein. Seien sie nicht überrascht davon, wie der doch eigentlich wegen seines dauerhaften Knieschadens 1984 zum Sportinvaliden ernannte Übungsleiter plötzlich wieder katzenhafte Abwehrmechanismen zeigt.

Schritt 6: Ehrenrunde!
Nur für Oldschooler. Während sich die Kollegen bereits auf die Schritte 8 bis 10 vorbereiten, zeigen sie ihre Neunziger-Jahre-Qualitäten und drehen eine Ehrenrunde. Winken sie sich das Handgelenk wund und entledigen sie sich dabei geschickt dem furchtbar hässlichen Meistershirt. Kenner sacken bei der Gelegenheit gleich mal ein paar Telefonnummern von enthemmten Meistergroupies ein.

Schritt 7: Die Versehrten kommen!
Nur für Versehrte. Die Kollegen hüpfen längst wie tollwütige Hunde über den Rasen, sie werden daran leider von einer ein Meter langen Kniemanschette gehindert, dem Kreuzbandriss kurz nach der Winterpause sei Dank. Seien sie kein Spielverderber, schnappen sie sich ein paar zuverlässige Krücken und humpeln den Mitspielern im gebührenden Abstand hinterher. Was immer gut kommt, vor allem dann, wenn sie aufgrund der Schwere der Verletzung wohl eh nie wieder für diesen Verein spielen werden: Wehmütige Winkattacken mit der Krücke ins Publikum. Finden sie einen angemessenen Gesichtsausdruck zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Schritt 8: Launige Kopfbedeckung finden!
Nur für ausgewiesene Spaßvögel. Meister dieses Fachs haben sich bereits vorher im Internet oder Karnevalsgeschäft ihres Vertrauens mit lustigen Partyhüten ausgestattet und unter der Ersatzbank verstaut, Anfänger nutzen einfach den schlechten Geschmack des Publikums und »leihen« sich eine auffallend bescheurte Kopfbedeckung. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Eine Affenmaske? Gerne! Ein Schweinegesicht? Warum nicht? Überraschen sie!

>>> Bildergalerie: Die schönsten Meister-Fotos!

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