03.07.2013

Angeberzahlen für die Sommerpause – Teil 1: Stadien

Von »La Olas« und Pipimeistern

Was gibt es in der Sommerpause Schöneres als sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Wir machen euch ab sofort fit: Mit den 11FREUNDE-Angeberzahlen. Teil 1: Stadien.

Text:
Andreas Bock und Benjamin Kuhlhoff
Bild:
Imago

3637 Meter über dem Meeresspiegel liegt das Estadio Hernando Siles im bolivianischen La Paz. Die Fifa verbot den Bolivianern im Jahr 2007, WM-Qualifikationsspiele in dem Stadion auszutragen, weil man einen Wettbewerbsvorteil durch die extreme Höhenlage vermutete. Nach Protesten wurde diese Sperre wieder aufgehoben.

Mit 30 Minuten Verspätung begann am 3. Juli 1974 die WM-Partie Deutschland gegen Polen. Wenige Stunden zuvor hatte Schiedsrichter Erich Linemayr noch gesagt: »Dieses Spiel werde ich unter keinen Umständen anpfeifen.« Der Rasen des Frankfurter Waldstadions war nach starken Regenfällen komplett überschwemmt. In der Regenschlacht siegte Deutschland mit 1:0.

Über 100.000 Stadionansichtskarten wurden bei einer Tauschbörse im Mai 2012 im Heinz-Steyer-Stadion gehandelt.

Nur 4726 Zuschauer verirrten sich am 14. Juni 1980 in das Römer Olympiastadion zum EM-Spiel Tschechoslowakei  gegen Griechenland . Weniger Zuspruch fand in der EM-Historie nur eine Partie: Das Spiel um Platz 3 bei der EM 1964 zwischen Ungarn und Dänemark wollten nur 3.869 Zuschauer sehen.

Vor einer Geisterkulisse fand auch das Finale des Pokalsieger-Cups 1981 in Düsseldorf statt. Der Grund: Die Fans der Endspielteilnehmer Carl Zeiss Jena und Dynamo Tiflis durften nicht in den nicht-sozialistischen Westen reisen. Die 4750 Besuchern setzten sich vornehmlich aus Journalisten sowie Uefa-, SED- und KPD-Funktionären zusammen.

Der Umbau des Kiewer Olympiastadions vor der EM 2012 kostete 550 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Der Neubau der Münchener Allianz Arena kostete 438 Millionen Euro.

25 Personen starben 1902 im Glasgower Ibrox-Stadion, als es zum Einsturz einer Holztribüne kam. Es war das erste Stadion, das Archibald Leitch gebaut hatte. Dennoch blieb der Schotte der bedeutendste Stadionarchitekt des frühen 20. Jahrhunderts. Insgesamt baute er mehr als 50 bedeutende Fußballstadien in ganz Großbritannien.

Etwa 140.000 unentgeltliche Arbeitsstunden leisteten rund 2000 freiwillige Helfer zwischen 2008 und 2009 für den Neubau des Stadions An der Alten Försterei (Berlin).

4 Mark kostete in der Saison 1992/93 das billigste Ticket im Hamburger Volksparkstadion. 2012/13 sind es 10 Euro.

6 Zentimeter lang ist die Narbe, die der frühere Schalke-Spieler Friedel Rausch heute trägt, weil er beim Spiel am 6. September 1969 im Stadion Rote Erde von einem Polizeihund gebissen wurde.

1 Schweinekopf flog am 23. November 2002 auf Luis Figo, als dieser in Barcelonas Nou Camp einen Eckball ausführen wollte. Der Grunde: Figo trug mittlerweile das Trikot von Real Madrid.

30.000 Zuschauer fasst das Fußballstadion am Hafen von Singapur. Das Besondere: Es gibt nur eine Tribüne und das Feld ist im Wasser gebaut. Die Plattform ist 120 Meter lang und 83 Meter breit. Sie aus hält etwa 9000 Personen aus – ein Platzsturm bei ausverkauftem Haus wäre also nicht ratsam.

9 Spiele in sieben Ländern in sechs Tagen besuchte einst Deutschlands berühmtester Groundhopper Carlo Farsang.

Wer alle 92 Stadien der vier höchsten englischen Ligen besucht hat, darf in den berühmten »Club92« eintreten.

600 Fuß betrug die Länge eines Stadions im ursprünglichen Wortsinn des antiken griechischen Längenmaßes. Das entspricht etwa knapp 200 Meter

 
 
 
 
 
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