Angeberwissen über Qäbälä

Ein Käpt'n im Knast

Qäbä-was? Mainz' Gegner in der Europa League ist ein absolut unbeschriebenes Blatt. Zeit für Angeberwissen über den FK Qäbälä.

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Das kildinsamische Schwa

Bevor jetzt der erste Erbsenzähler um die Ecke kommt und uns zur korrekten Schreibweise mahnt, stellen wir vorweg klar: Wir wissen natürlich, dass Qäbälä eigentlich Qəbələ heißt, das formschöne »ə« dem heute nicht mehr gebräuchlichen lateinischen Alphabet des Kildinsamischen entstammt und für den mittleren Zentralvokal »Schwa« steht. Wer weiß das denn nicht? Da das »ə« auf unserer Tastatur allerdings nur durch eine komplizierte Tastenkombination realisierbar ist, bei der sich bereits mehrere Redakteure die Finger ausgekugelt haben, bleiben wir der Einfachheit halber bei Qäbälä. 

Malerisches Qäbälä

Das idyllische und mit nur 13.000 Einwohnern eher beschauliche Qäbälä liegt knapp 220 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Baku im gleichnamigen Rayon (Landkreis) Qäbälä. Der Rayon Qäbälä wiederum ist Teil des »Großen Kaukasus«, das Land dementsprechend bergig und bewaldet. Wer sich nun als Auswärtsfan in der Pampa verloren wähnt, sei beruhigt. Unter »Verkehr« steht bei Wikipedia: »Die Stadt ist an das Busnetz des Landes angeschlossen.« Na dann. 

Gib mir Klubnamen

Der FK Qäbälä wurde erst 1995 gegründet, damals noch als Göy Göl Xanlar. Zwischendurch hieß der Verein übrigens auch Gilan Xanlar und Gilan Qäbälä IF. Macht vier Namen in nur 20 Jahren Existenz. Nicht schlecht. Im Jahre 2006 wurde der Verein ins 160 Kilometer entfernte Qäbälä umgetopft, auf der Homepage findet sich dazu lediglich die lapidare Erklärung, »Gilan moved from Khanlar to Gabala to represent the region in Azerbaijan’s domestic championship.« 

Auf’s Maul?

Der FK Qäbälä ist übrigens nicht nur ein Klub für zauberfüßige Fußballvirtuosen, die sich am schönen Spiel ergötzen wollen. Auch der gemeine Kirmesboxer und Gewalt-Aficionado ist beim FKQ gut aufgehoben: Die übrigen Sparten des Klubs sind Taekwondo, Karate, Boxen, Schießen und Judo. 

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