Die Arbeitsstunden der Polizei stiegen um 21,6 Prozent bei den Polizeibehörden der Länder, um 18 Prozent bei der Bundespolizei. Die Anzahl der freiheitsentziehenden Maßnahmen stieg von 6061 auf 7298. Bei beiden Statistiken fällt allerdings auf, dass sich die Zahlen in den ersten Ligen anders darstellen. Bei Bundesliga und Zweiter Liga sind die freiheitsentziehenden Maßnahmen fast gleichgeblieben (+1 %), die Arbeitsstunden der Polizei in der ersten Liga gar gesunken (-12 %). Eine wirkliche Steigerung ist allerdings bei den internationalen bzw. sonstigen Wettbewerben zu erkennen: Allein bei den UEFA-Wettbewerben stieg die Anzahl der Strafverfahren um 184 Prozent, bei den freiheitsentziehenden Maßnahmen um 334 Prozent und bei den Arbeitsstunden der Polizei um 70 Prozent. (auch unter der Rubrik »Sonstige Wettbewerbe« sind die Zahlen steigend)
Die ZIS erklärt dies gegenüber 11FREUNDE so: »Gerade bei Betrachtung der Saison 2011/2012 ist zu berücksichtigen, dass die Spielbegegnungen von Hannover 96 gegen Brügge und Lüttich auf Grund des feindschaftlichen Verhältnisses der jeweiligen Fangruppen eine starke Absicherung der Spielbegegnungen erforderlich machte. Bei diesen Spielbegegnungen mussten freiheitsentziehende Maßnahmen getätigt werden. Bei gleicher –geringer- Anzahl der Spielbegegnungen wirken sich die geschilderten Rahmenbedingungen stark aus.«
Demnach spielten auch internationale Partien in die Statistik, die Brisanz bargen. Das Weiterkommen deutscher Mannschaften und die folgenden Risikospiele sowie die Zuschauer der internationalen Gegner hatten dementsprechend ebenso Auswirkungen auf die Zahlen der ZIS.
Zu guter Letzt aber noch eine Zahl, die fast vergessen wurde und bei allen Betrachtungen keine unwesentliche Rolle spielt: Es gab auch mehr Zuschauer in den ersten beiden Ligen – und zwar circa 1,3 Millionen mehr als im Vorjahr.