Als Schwarz-Weiß Essen Deutscher Pokalsieger wurde

»Ob Nord, Berlin oder Südwesten, wir spielten nur gegen die Besten«

In unserem neuen 11FREUNDE SPEZIAL »Rivalen an der Ruhr« (jetzt im Handel und im App-Store) erzählen wir auch die Geschichte der zwei Essener Fußballklubs. Beim Interview mit dem ehemaligen Schwarz-Weiß-Spieler Manfred Rummel übergab dieser uns ein selbstgeschriebenes Gedicht, das er beim 50. Jahrestreffen der DFB-Pokalsieger von 1959 vorgetragen hatte.

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Spezial Nr. 5

Wir bilden einen schönen Rahmen,
die heut' wir hier zusammen kamen.
Der Grund, der ist wohl jedem klar,
ist der Pokalsieg heut' vor 50 Jahr'.
In Karnap und Horst da siegten wir
und waren unter den letzten vier.

Was nun kam, wussten wir genau:
Das Halbfinale des WFV.
Zunächst ging es zu RWO,
ne harte Nuß, war immer so.
Dort wurde dann 0:0 gespielt,
weil Hermann einen Strafstoß hielt.

Am Uhlenkrug hier schaffen wir
im Wiederholungsspiel ein 5:4.
Es ging stets hin und her das Spiel
bis kurz vor Schluß das Siegtor fiel.
Es kam durch die Verlängerung
auch langsam schon die Dämmerung.

Man warf uns daher später vor,
im Dunkeln fiel das Siegestor.
Entweder spielten wir viel kesser
oder die Augen waren besser.
Nun fing der Spaß erst richtig an,
im Westfinale war Herne dran.
In Bochum wurd' dies'ausgetragen,
wir spielten wie in besten Tagen.




Nur so konnte es uns gelingen,
den Westmeister niederzuringen.
Ob Pyka, Benthaus und Tilkowski,
ne echte Chance hatten sie nie.
Nun waren die anderen Meister dran,
das waren Aufgaben, oh Mann! Oh Mann!
Ob Nord, Berlin oder Südwesten,
wir spielten nur gegen die Besten.
Auch sie waren nicht gut genug,
wir spielten einfach viel zu klug.
Auf gute Taktik, Selbstvertrauen
darauf konnten wir damals bauen.
So ging's zur Hertha nach Berlin.
War dort für uns wohl etwas drin?

Es staunten alle, die dabei
über ein hochverdientes 6:3.
Der Sieg, der war nicht nur korrekt,
das Halbfinale war perfekt.
Nach Hamburg ging's zum Rothenbaum,
Siegchancen gab man uns dort kaum.
Doch konnten wir schön variieren,
wir hatten doch nichts zu verlieren.
Wir waren weiter schon gekommen
als hatten wir uns vorgenommen.

Hinzu kommt, der Pokal der schmeckt,
wir hatten richtig Blut geleckt
und wollten hier auch gut aussehen
und gegen den HSV bestehen.
Es war für uns das Spiel der Spiele,
davon gibt's wirklich nicht sehr viele.
Ob Dörfel, Schnoor, ob Uwe Seeler
'nen Unterschied sah wirklich keener.

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