Als Maxim Choupo-Moting vom HSV zum 1. FC Köln wechseln wollte

Ich fax es nicht!

Es war der ganz persönliche Transfer-Countdown des Eric Maxim Choupo-Moting. Am 31. Januar 2011 faxte der ehemalige HSV-Spieler seinen neuen Vertrag zwölf Minuten zu spät an die DFL – und der Wechsel zum 1. FC Köln platzte.

Ich fax es nicht!11FREUNDE/Imago

Die Schmähungen und Hänseleien, die Eric Maxim Choupo-Moting auf dem Trainingsplatz des Hamburger SV zu hören bekam, müssen ungezählt geblieben sein. Belassen wir es bei einem Spitznamen: »Faxim«. Der dürfte dem Stürmer sicher gewesen sein. Denn aufgrund eines zu spät eingegangenen Faxes platzte vor vier Jahren sein Wechsel zum 1. FC Köln.

Ein Rückblick auf den 31. Januar 2011.

Später Nachmittag in Hamburg. Man stelle sich vor, wie in Choupo-Motings Bude »Leute heute« lief, er zog den Reißverschluss der Sporttasche zu, in die er das Nötigste für einen provisorischen Umzug an den Rhein verstaut hatte. Die Mainzelmännchen riefen »Gunn Aaaaaaaaaaamd!«, dann kam die Vorankündigung für »SOKO Köln« um 18 Uhr. 

Um 17:49 Uhr tippt Choupo-Moting die Faxnummer ein 
 
Köln? 18 Uhr? Da war doch was: das Fax! Der bereits unterschriebene Vertrag mit dem 1. FC Köln musste noch an seinen neuen Arbeitgeber übermittelt werden. Die Uhr zeigte 17:49 Uhr. Choupo-Moting tippte die Nummer ein.   

Doch der erste Versuch scheiterte. »Leute heute« neigte sich dem Ende zu. Moderatorin Karen Webb verabschiedete sich: »Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend.« Eric Maxim Coupo-Moting wusste da noch nicht, dass er ihn nicht haben wird. 

Choupo-Moting gibt nicht auf

Um kurz vor sechs scheiterte der zweite Versuch. »SOKO Köln« begann. 18 Uhr. Die Transferfrist war nun abgelaufen. Doch Choupo-Moting gab nicht auf. »So streng werden die schon nicht sein«, dachte er womöglich. Um 18:12 Uhr ging das Fax durch. Zwölf Minuten, was ist das schon?  

Viel. Zu viel. Offenbar wäre schon eine Minute zu viel gewesen. Eine halbe. Eine Sekunde vielleicht. »Die DFL hat uns mitgeteilt, dass die Unterlagen nicht rechtzeitig eintrafen und der Transfer nicht zustande kommt«, sagte ein zerknirschter Claus Horstmann, Geschäftsführer des 1. FC Köln, gegenüber dem »Express«.   

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