05.06.2012

Alles außer EM: Was sonst noch in der Welt geschah

Kevin – Allein zu Haus

EM. Euro. Europameisterschaft. Kein Tag mehr ohne Polen, Ukraine und Joachim Löw. Und sonst so? Ein schneller Überblick, was sich in der Welt des Fußballs außerdem getan hat. Rangnick, Kagawa, Rehhagel, Großkreutz. Alles, außer EM.

Text:
Christoph Drescher und Christoph Erbelding
Bild:
Imago

Kevin ganz allein

Wer Kevin Großkreutz dieser Tage einsam und verlassen die Straßen Dortmunds ablaufen sieht, bemerkt die gebückte Haltung und das traurige Gesicht. Wer genauer hinschaut, wird vielleicht auch ein Tränchen im Gesicht den Dortmunder Urviechs erkennen. Kevin geht es nicht gut, musste er sich doch von seinem Ziehsohn verabschieden – Shinji Kagawa. Als der kleine Japaner 2010 nach Dortmund kam, eroberte er mit seinem spitzbübischen Lächeln ganz schnell das Herz des BVBlers. Großkreutz adoptierte Kagawa, zog ihn auf wie ein Tierpfleger ein von der Mutter verstoßenes Jungtier. Kagawa wuchs in Rekordschnelle vom unbekannten Kicker aus der zweiten Liga Japans, zu einem der begehrtesten Mittelfeldspieler Europas heran. Auch dank der guten Pflege von Kevin Großkreutz. Und nun? Nach zwei Jahren ist der Japaner flügge und wechselt für 15 Millionen Euro zu Manchester United. Und lässt Kevin ganz allein.

Ralf, der Pionier

Was hat bisher in der Premier League noch gefehlt? Richtig, ein deutscher Trainer, der den Engländern mal zeigt, wie Fußball wirklich gespielt wird! Den Pionierstatus wird sich wohl Ralf Rangnick krallen. In dieser Woche will der ehemalige Trainer von Schalke entscheiden, ob er ein Angebot von West Bromwich Albion annimmt. Wem jetzt schon die nackte Panik ergreift vor kauderwelschen Interviews von Rangnick auf Englisch, der kann beruhigt werden. Ein denglisches Desaster à la Lothar Matthäus und Roman Weidenfeller ist ausgeschlossen. Rangnick studierte Englisch auf Lehramt, unter anderem an der University of Brighton.

Uli und Theo, Levan und die Strafe

 
 
 
 
 
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