Albert Streit erneut suspendiert

Streitbar

Albert Streit ist mal wieder von seinem Arbeitgeber nach Hause geschickt worden. Diesmal von keinem geringeren als dem selbsternannten »Gerechtigkeitsfanatiker« und Trainer des FC Viktoria Köln Claus-Dieter Wollitz.

Es war der 5. September 2009 als Albert Streit die Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel Richtung Kabinengang verließ. Soeben hatte die Reserve des FC Schalke 04 gegen Waldhof Mannheim mit 0:1 verloren und Streit wischte sich vermutlich die Spucke aus dem Gesicht. Nicht seine eigene, sondern die der Fans. Als »Hurensohn« beschimpft und bespuckt, nachdem Felix Magath ihn wenige Tage zuvor aus dem Kader des Bundesliga-Kaders gestrichen hatte. Nach Aussagen des Trainers hätte er in dem Spieler »keinen Willen erkannt, an die Leistungsgrenze zu gehen«. Daraufhin trainierte Streit bei der Reserve, kündigte an, seinen Vertrag notfalls auszusitzen und spielte mit der zweiten Mannschaft in Wanne-Eickel. Spätestens zu diesem Zeitpunkt haftete an Streit der Ruf eines unverbesserlichen Abzockers.

1980 war seine rumänische Familie vor Diktator Nicolae Ceausescu nach Zuffenhausen geflüchtet. Fortan spielte Streit auf der Straße und in der Jugend des VfB Stuttgart. Typ: Käfigdribbler. Im April 2001 gab Streit sein Bundesliga-Debüt für Eintracht Frankfurt, ausgerechnet gegen den FC Bayern München wurde er in der Schlussphase zum ersten Mal eingewechselt. Am Main spielte er anschließend noch drei Jahre. Probleme? Fehlanzeige.

Kopfnüsse und Ohrfeigen

Nach einem Intermezzo in Wolfsburg, wo sich der Mittelfeldspieler nie zurechtfand, ging Streit 2004 zum 1. FC Köln – und geriet erstmals negativ in die Schlagzeilen. Gegen den MSV Duisburg grätschte er in der 83. Minute eines hitzigen Derbys etwas übereifrig in die Beine seines Gegenspielers. Genau vor der Trainerbank von MSV-Coach Norbert Meier. Nach einem kleinen Verbalaustausch ließ sich der Trainer zu Boden fallen, hatte den Kopfstoß jedoch selbst initiiert. Meier musste auf die Bühne, Streit sah Rot und wurde für ein Spiel gesperrt.



Doch handgreiflich wurde Streit erst im April 2013. Im Kabinengang attackierte er Fabian Götze, den Bruder von Nationalspieler Mario. Eine Ohrfeige später wurde Streit für vier Monate aus dem Betrieb der Regionalliga ausgeschlossen. Es war der vierte Platzverweis gegen ihn in der laufenden Saison. Dass er dort, beim FC Viktoria Köln, gelandet war, hatte andere Gründe.

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