25 Dinge über Pokale

Turmaline, Bergkristalle, Nephrite

52 Zentimeter groß, zwölfeinhalb Pfund schwer – der DFB-Pokal. Aber das ist noch nix gegen die 25 kuriosesten Dinge über Pokale!

1.
Einmal den WM-Pokal in den Händen zu halten, davon träumt jeder Fußballer. Der Argentinier Julio Cesar Olarticoechea vergaß nach dem Finalsieg 1986 schlicht, den Pokal einmal zu berühren. »Ich saß auf der Bank, trank Wasser, und alle rannten auf das Spielfeld, um den Titel zu feiern. Ich blieb sitzen, um mir das alles anzusehen. So kam es, dass ich den Pokal nie in Händen gehalten habe.

2.
Als Eintracht Frankfurt 1980 den UEFA-Pokal holte, kümmerte sich nach einer exzessiven Feier niemand mehr um den Pott. Außer Bernd Hölzenbein: »Der Pokal stand völlig unbeachtet unterm Tisch. Also habe ich ihn mir geschnappt und mit nach Hause genommen. Als mich Eintracht-Geschäftsführer Jürgen Gerhard dann am nächsten Tag völlig aufgelöst anrief, habe ich ihn dann noch zwei Stunden zappeln lassen, bevor ich ihm mitgeteilt habe, dass er bei mir ist.«

3.
Noch respektloser gingen die Kicker des FC Zürich mit dem Schweizer Pokal um. Nach dem Endspielsieg 1976 wurde das Team in einem Feuerwehrauto quer durch die Züricher Innenstadt gefahren. Köbi Kuhn berichtet: »In einem Restaurant wurde dann gefeiert. Auf einmal kam ein Angestellter des öffentlichen Dienstes zu uns. Er sagte, er wollte nicht stören, sondern nur schnell fragen, ob es wirklich unser Ernst sei, den Pokal zu entsorgen.« Ein Spieler hatte die Trophäe kurzerhand auf einen Abfallcontainer an der Straße gestellt.

4.
Der Europapokal der Pokalsieger ging 1999 im UEFA-Pokal auf. Einst einer der wichtigsten Wettbewerbe des Klubfußballs war er am Ende nur noch eine müde Pfl ichtveranstaltung im Schatten der Champions League. Den letzten Pokal gewann Lazio Rom, dort steht er auch heute noch in der Vitrine.

5.
Noch ein ausrangierter Kübel: Das DDR-Pendant zum DFB-Pokal war der FDGB-Pokal, benannt nach der DDR-Gewerkschaft. Er ist heute im Besitz von Hansa Rostock, das die letzte Pokalrunde 1991 gewann.

6.
Den DFB-Pokal demoliert zu haben, diese zweifelhafte Ehre gebührt dem FC Schalke und seinem Manager Assauer nach dem Pokalsieg 2002. Schon mächtig alkoholisiert hatte Assauer ihn auf der Triumphfahrt durchs Revier vom Festwagen fallen lassen. Der Pott war daraufhin so verbogen, dass ein Goldschmied professionelle Hand anlegen musste. Die Anhänger hingegen verewigten den bananenkrummen Pokal gleich auf tausendfach verkauften T-Shirts.

7.
Den heutigen DFB-Pokal reckte als erster Spieler überhaupt Aki Schmidt von Borussia Dortmund nach dem Pokalfinale 1965 in die Luft. Der neue Pokal war nötig geworden, weil der bis 1943 vergebene Goldfasanen-Pokal den DFB-Präsidenten Peco Bauwens zu sehr an die unselige Nazizeit erinnerte, und das Nachfolgemodell den kulturellen Ansprüchen nicht genügte. Entworfen hatte den neuen Pokal der Kölner Künstler Wilhelm Nagel.

8.
Kurz noch ein paar Fakten: Der DFB-Pokal ist 52 Zentimeter groß, zwölfeinhalb Pfund schwer und sein Sockel bietet noch bis zum Jahr 2020 Platz für die Gravierungen der siegreichen Mannschaften. Verwendet wurden 250 Gramm Feingold, außerdem zwölf Turmaline, zwölf Bergkristalle und 18 Nephrite. Kernstück ist das aus grünem Nephrit geformte DFB-Emblem. Und ganz wichtig: Der Pokal hat ein Fassungsvermögen von acht Litern.

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