25 Dinge über Fußball und Sex

»Weil wir so lange Dödel haben«

Nach dem Skandal um die Sexparty einer deutschen Versicherung beendet BVB-Trainer Jürgen Klopp seine Arbeit als Werbe-Ikone für das Unternehmen. Dabei haben Fußball und Sex manchmal doch mehr gemein, als man denken mag. 25 Dinge über Fußball und Sex
Heft #64 03 / 2007
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64

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Max Merkel, Gott hab ihn selig, gab seinen Spielern gerne einmal weise Ratschläge für den Geschlechtsverkehr in und außerhalb der Ehe: »Wenn beim zweiten Mal die Knie immer noch nicht wund sind, ist’s erlaubt.«

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Gleich der erste Treffer bei der WM 1930 in Uruguay wurde stilecht im Bordell gefeiert. Geschossen hatte das Tor der Franzose Lucien Laurent im Spiel gegen Mexiko, nach dem 4:1-Sieg zog die Mannschaft in einen Puff nach Barcelo…, ach Quatsch, nach Montevideo um.

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Der Keeper des holländischen Ehrendivisionärs Den Haag hätte wohl besser die Videokamera ausgestellt, als er seiner Freundin empfahl, doch eine etwas ungewöhnliche erotische Praktik mit ihm durchzuführen. Auf verschlungenen Wegen landete das Beischlafvideo in der Öffentlichkeit, ein gefundenes Fressen für die Fans von Ajax Amsterdam, die fröhlich sangen: »De keeper van Den Haag?/?Heeft een dildo in zijn maag?/?Dat is toch, dat is toch?/?Dat is toch niet gezond«.

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Damit nicht genug, inzwischen gibt es sogar ein Computerspiel zum liebestollen Keeper: www.gameroo.nl/actua/kinkykeeper, mit ausgefeilten Sounds und perfekt animierter Grafik. Der redaktionelle High-score liegt bei 4100 Punkten.

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Der Chinese Ye Zehun hatte das nicht ungeschickt gemacht. Um Spieler der belgischen »Jupiler League« an Spielmanipulationen zu beteiligen, veranstaltete Zehun zunächst ausschweifende Sexpartys auf einem Schiff in Antwerpen, um mit den dort angefertigten Videos und Schnappschüssen anschließend die Spieler zu erpressen. Mitmachen, sonst Brief an die Ehegattin.



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Hierzulande gehören Puffbesuche von Lizenzspielern zu wohl gehüteten Geheimnissen. Von Englands Wunderkind Wayne Rooney hingegen sind immerhin zehn Bordellbesuche durch Überwachungskameras belegt. Was wiederum Rooneys Lebensabschnittsgefährtin Coleen McLoughlin derart erzürnte, dass sie den 37?000 Euro teuren Ring des Lebensgefährten ins Meer schmiss und mit glutäugigen Barkeepern auf Teneriffa anbändelte.

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Die Bilder von Wayne Rooney im Bordell sorgten im wenig sensiblen England allerdings auch dafür, dass eher unattraktive Prostituierte fortan mit dem Slangausdruck »A Wayne Rooney« klassifiziert wurden.

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Woher sollte Wayne Rooney auch seine Vorbilder nehmen? Schließlich trieb es Englands Nationaltrainer Sven Göran Erikson genauso wild. Dem hatte seine langjährige Freundin gerade diverse Seitensprünge verziehen, da wurde eine neue Affäre mit einer Sekretärin des englischen Fußballverbandes publik. Dass der Verband den Coach nicht gleich feuerte, lag daran, dass die gleiche Sekretärin auch eine Affäre mit dem Chief Officer der FA hatte. Der versuchte in Panik mit dem Boulevard zu dealen. Der »News of the world« wurden sämtliche Mails, Telefonate, usw. offeriert. Einzige Bedingung: Den Chief Officer unerwähnt lassen.

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Die Bayern und der Sex: Zum letzten erotischen Zwischenfall im Trainingszentrum an der Säbener Straße kam es 2003. Damals ertappte der Sicherheitsdienst den Jungprofi Bastian Schweinsteiger beim gemeinsamen Besuch des Swimmingpools mit einer jungen Dame, die Schweinsteiger, nicht doof, als seine »Cousine« vorstellte. Ein Familientreffen, also. Alles falscher Alarm.

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Zuvor hatten sich eher die Funktionäre als liebestoll herausgestellt. Allen voran natürlich Franz Beckenbauer, der auf der Weihnachtsfeier 1999 trunken mit Sekretärin Heidrun anbändelte und mit ihr für Nachwuchs sorgte. Was seinen Intimus Robert Schwan zum wunderbar verdrechselten Statement zwang: »Franz Beckenbauer und die verleumdete Dame, die so genannte Mutter, die es gar nicht gibt, werden das beide dementieren!« Das Kind kam im August 2000 zur Welt.



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Und noch ein bayrisches Techtelmechtel. So magenkrank wie Ottmar Hitzfeld in den letzten Münchner Jahren immer dreingeblickt hatte, traute man ihm allenfalls noch einen Kurschatten in Bad Wörishofen zu. Stattdessen pflegte Hitzfeld eine dreijährige Affäre mit einem brasilianischen Model namens Rosi. Dabei ging es natürlich nur um Sex. Hitzfeld: »Für mich war es nie eine Liebesbeziehung, sondern eine Affäre.« Worauf Ehefrau Beatrix der Bunten zustöhnte: »Ich liebe Ottmar. Es ist Vertrauen da. Wieder.«

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Den erotischen Schlüsselroman der Saison 2005 schrieb das Ehepaar Bodo und Bianca Illgner. Die schönsten Sätze: »Du bist eine tolle Frau und im Bett bist du die absolute Granate« und »Immer häufiger tauschten wir Zärtlichkeiten aus, wobei der Sex das Sahnestückchen auf dem Schwarzwälder Kirschkuchen war« und »Ich bemerkte, dass seine Augen förmlich um Sex bettelten.«

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Ein hübsches Sittengemälde der deutschen Nationalelf zeichnete Illgners Vorgänger Toni Schumacher. Das Trainingslager vor der WM in Spanien 1982 erschien im Klassiker »Anpfiff« als Delirium zwischen Zockerei und Sex: »Nicht selten wurde um 20?000 bis 30?000 DM gespielt. Andere bumsten bis zum Morgengrauen und kamen wie nasse Lappen zum Training gekrochen.«

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Mit Sex-Geschichten können wir die halbe Bundesliga aufrollen«, sprach einst generös das Bild-Faktotum Ali Draxler. Nur selten jedoch wird eine solche Affäre tatsächlich publik, wie im Falle der unschicklichen Liaison zwischen Manager Edgar Geenen und der Spielerfrau Angela Häßler. Die Empörung war groß und Geenen musste gehen. Was schon deshalb eine merkwürdige Konnotation hervorrief, weil Geenen zuvor einmal geklagt hatte: »In der Kabine gibt es nur zwei Themen: Das eine ist Geld, das andere hat lange Haare«.

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Ein abendfüllendes Thema: Schadet den Profis der Sex vor dem Spiel oder spornt er sie zu Höchstleistungen an? Der beste Fußballer der Welt muss es doch wissen: Pelé hält wenig von Enthaltsamkeit vor dem Spiel: »Gegen normalen Sex vor den Spielen ist nichts einzuwenden. Ein Problem wird es nur, wenn die Spieler mit den Mädchen noch lange ausgehen. Die Dauer des Warm-ups ist entscheidend.«



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Vielleicht hatte Pelé aber auch nicht jene körperlichen Erfahrungen gemacht, wie der Schwede Fredrik Ljungberg: »Wenn ich in der Nacht vor dem Spiel Sex habe, verliere ich jegliches Gefühl in meinen Füßen!«

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Warum die Ukraine nicht Weltmeister 2006 wurde? Das Liebesspiel der Frösche im Teich vor dem Mannschaftshotel der Ukrainer in Potsdam war schuld. Die Frösche hatten nämlich in der Nacht vor dem Vorrundenspiel in Leipzig derart erregt gequakt, dass die halbe Mannschaft kein Auge zutat, wie Wladislaw Waschtschuk der Tageszeitung »Donbass« klagte. Die übernächtigte Mannschaft wurde von Spanien mit 4:0 deklassiert.

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Die Schiedsrichtergilde in Angst und Schrecken versetzte Giovane Elber, als er in Diensten von Mönchengladbach verkündete, bei einem Tor gegen seinen Ex-Klub FC Bayern nackt über den Platz zu rennen. Da schnaufte DFB-Lehrwart Eugen Strigel empört: »Das ist unter grob unsportlichem Verhalten einzuordnen, weil der Spieler damit einen Torerfolg provokativ feiert und das Schamgefühl vieler Menschen verletzt.«

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Mit der Größe des eigenen Bimmelchens anzugeben, zeugt bereits von einer gewissen Armut im Hirn und bringt nur in einschlägigen Internet-Foren ohne beweiskräftige Webcam-Funktion etwas. Mit der Größe des Bimmelchens des Mannschaftskollegen anzugeben, ist noch obskurer und mithin eine Spezialität von Lothar Matthäus. »Ey, Mädels, unser Schwarzer hat den Längsten!« informierte Matthäus die Basketballnationalmannschaft der Damen. Die nahmen die ungebetene Information zur Kenntnis.

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Wenn Spieler nach Vergleichen suchen, bedienen sie sich zwanghaft sexueller Bilder. »Es ist immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben« (Sebastian Kehl), »Wenn der Berti Directricen ausgiebt, müssen sich alle daran halten« (Heinz Kwiatkowski), Und auf die Frage, warum die Fußballer so lange Hose tragen, antwortete Ernst Kuzorra »Weil wir so lange Dödel haben.«



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Nochmal Pelé. Der warb zur WM 2002 als Anti-Impotenz-Prediger für die Viagra-Firma Pfizer. Pelé: »Nur einer von 10 Männern mit einem Erektionsproblem sucht seinen Arzt auf. Also sage ich in meiner Kampagne, nein, ich muss erreichen, dass alle 10 zum Arzt gehen, mit ihm über das Problem reden und es lösen. Das würde mich glücklich machen.« Warum Pelé das glücklich machen würde, blieb offen.

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Köbi Kuhn sorgte bei der WM 1966 mit zwei Kameraden für Aufregung in der Schweiz. Kuhn und die Mitspieler Leo Eichmann und Werner Leimgruber waren vor dem Spiel gegen Deutschland in Sheffield von zwei Engländerinnen angesprochen worden, stiegen zu den Damen ins Auto und kehrten erst eine Stunde nach Zapfenstreich ins Hotel zurück. Eine der Strafen: Die Frauen der drei Spieler wurden nach Sheffield eingeladen. Was wiederum die anderen Spieler schwer erzürnte.

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Ex-Bundestrainer Berti Vogts ist alles egal, Hauptsache, die Kabine bleibt sauber: »Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.«

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Der Ex-St. Pauli-Keeper Carsten Wehlmann tröstete seinen Torwartkollegen Simon Henzler, als der sich einen Hodeneinriss zugezogen hatte, mit dem wertvollen Hinweis: »Na, dann brauchst du deiner Freundin ja nicht mehr erzählen, du hättest wieder Kopfschmerzen!«

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Das Schlusswort von Jan-Åge Fjørtoft, Ex-Spieler von Eintracht Frankfurt: »Ich halte nix von Sex vor dem Spiel, besonders weil ich mir das Zimmer mit Bachirou Salou teile.«

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Die Redaktion wetteifert bei "The Kinky Keeper" – hier www.11freunde.de/ballkultur/100444 geht's zum Spielbericht.

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