150 Champions-League-Spiele! Glückwunsch, Arsène Wenger!

Den gunnen wir uns

Seit 1996 ist Arsène Wenger Trainer vom FC Arsenal, nur in der Champions League treibt sich der Elsässer schon viel länger rum: Heute Abend steht er zum 150. Mal auf dem Platz in der Königsklasse. Wir gratulieren! Zehn Dinge über Arsène Wenger.

Gott a.D.
»In Arsene we trust« hieß es früher in Highbury. In den vergangenen Jahren ist es für Arsenal-Fans allerdings zunehmend schwieriger geworden, hinter solchen Slogans zu stehen. Sieben Jahre liegt die letzte Trophäe der »Gunners« zurück. 2005 holten sie den FA Cup. Frühere »Arsene knows«-Plakate wurden in den vergangenen Monaten von »Du-weißt-nicht-was-du-tust«-Gesänge abgelöst. Das hinderte allerdings den Arsenal-Vorstand nicht daran, Wengers Vertrag im September 2012 nochmals zu verlängern.

Der zerplatzte Traum
Zehn aufeinanderfolgende Partien blieben die Gunners in der Champions-League-Saison 2005/2006 ohne Gegentor – Rekord in diesem Wettbewerb. Am 17. Mai 2006 standen sie im Finale gegen den FC Barcelona. Trotz einer Roten Karte gegen Arsenal-Keeper Jens Lehmann, sah es nach einem Sieg für Arsenal aus. Sol Campbell hatte sein Team in der 37. Minute mit einem Kopfball in Führung geschossen. Nur 840 Sekunden waren Wenger und Co. von einem feucht-schwitzigen Sieger-Händedruck mit Michel Platini entfernt. Sie schnupperten bereits königliche Luft, doch der Sauerstoff reichte nicht aus. Samuel Eto'o und Juliano Belletti zerstörten Arsène Wengers Traum.

Stolz und Liebe
Ähnlich nah an einem Champions-League-Sieg stand Arsène Wenger mit seinem damaligen Klub AS Monaco im April 1994. Damals musste sich die Mannschaft allerdings im Halbfinale gegen AC Mailand geschlagen geben. Trotzdem war das bis dahin der größte Erfolg für Wenger. Es schweißte ihn so stark an den Klub, dass er »aus Stolz und Liebe« zum Fürstentum später das Angebot zum französischen Nationaltrainer ablehnte.

Umweltunfreundlich
Arsène Wenger gilt als Sparfuchs was Spielereinkäufe angeht (und wird dafür von den Fans scharf kritisiert). Allerdings hat der Trainer kein Problem damit, einen Flug für seine Mannschaft zu buchen, bei dem sich sämtliche Umweltorganisationen die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden. So flog die Mannschaft wenige Tage vor dem diesjährigen Champions-League-Spiel gegen den FC Schalke zu einem Auswärtsspiel zu Norwich City, um sich Reisestrapazen zu ersparen. Der Flug dauerte exakt 14 Minuten. Arsenal verlor 0:1. Die »Sunday Times« spottete danach, die Arsenal-Spieler hätten unter »Jetlag« gelitten.

Schöne Worte
Arsène Wenger hat gelernt, sich mit wenig zufrieden zu geben. So vergab sein Team am 6. November gegen Schalke 04 eine 2:0-Führung und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben. Der Franzose war allerdings sehr hingerissen vom Fußball, den er zuvor genossen hatte. Er lobte die Entwicklung seiner Mannschaft und jubelte über den Fußball an sich. Und als ein Reporter das Wort »ausschlaggebend« benutzte, sagte Wenger: »Ausschlaggebend – was für ein schönes Wort«. Auch ein schönes Wort: Rüsselkäfer.

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