11mm-Fußballfilmfestival vom 14. bis 19. März 2013

Schaaauspieler! Schaauspieler!

Wenn selbst Kreisklassekicker filmreife Leistungen abliefern: Vom 14. bis 19. März 2013 geht im Berliner Filmtheater »Babylon« zum zehnten Mal das 11mm-Fußballfilmfestival über die Bühne. Hier findet ihr die wichtigsten Infos.

Als 2004 der Verein »Brot & Spiele« das weltweit erste Fußballfilmfestival ins Leben rief, konnten die Macher nicht wählerisch sein. Mit zehn britischen Spiel- und Dokumentarfilmen tackerten Birger Schmidt und seine Mitstreiter ein kleines, aber schon damals feines Festivalprogramm zusammen. Das ist lange her.

>> Auf 11freunde.de/11mm: Trailer, Berichte, Interviews zu den Filmen

Inzwischen lockt die 11mm-Festwoche mehr als 5000 Zuschauer ins »Babylon«-Kino an den Rosa-Luxemburg-Platz. Mehr als 150 Produktionen werden vorab auf ihre Festivaltauglichkeit geprüft. Denn der Fußballfilm hat Konjunktur – und nur die besten Inszenierungen werden am Ende noch hier gezeigt. Bei der Auswahl spielt es indes keine Rolle, ob es sich um kostenintensive Studioproduktionen oder verdienstvolle Indie-Dokus handelt. Auch die Szene goutiert die Ar­beit der 11mm-Macher, das Festival ist zum Pflicht­termin geworden.

Sepp Maier führte hier nach 22 Jahren seine geheime Dokumentation über die WM 1990 auf. Ronnie Hellström wunderte sich bei der Aufführung von »Fimpen, der Knirps«, wie gut er doch deutsch spricht. Und »Sommermärchen«-Regisseur Sönke Wortmann huldigte auf der Bühne des »Babylon« seinem Kollegen Stéphane Meunier für »Les Yeux Dans Les Bleus«. Zum zehnten Jubiläum wird Heribert Faßbender durch den Eröffnungsabend führen. Weitere Infos: www.11-mm.de

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Die besten Filme:

Zum zehnjährigen Jubiläum gönnt sich das 11mm-Festival einen Wettbewerb mit angemessenem Superlativ: »Der beste Fußballfilm aller Zeiten«. Wenn schon, denn schon. Gekürt werden je ein Spielfilm und Dokumentarfilm aus einer Shortlist von jeweils zehn Streifen. Zur Auswahl steht dabei Mainstream-Ware wie »Das Wunder von Bern« ebenso wie »The Damned United«, die grandiose Brian-Clough-Bio über sein fatales Scheitern bei Leeds United oder der schwedische Klassiker »Fimpen, der Knirps«. Bei den Dokumentarfilmen beschäftigen sich gleich zwei der zehn Wettbewerbsbeiträge mit Nordkorea, von dort ist es ein weiter Weg zur glamourösen Story von New York Cosmos, den französischen Weltmeistern von 1998 oder Maradona und Kusturica.

Was sonst so läuft:

Abseits des Jubiläumswettbewerbs zeigt das 11mm-Festival den gewohnt hochwertigen Mix aus geschmackvoller Retrospektive und neuen Fußballfilmen aus aller Welt. Ein erster Blick auf das Programm legt nahe, dass wir uns auf zahlreiche Höhepunkte freuen können, etwa den deutschen Stummfilmklassiker »Die 11 Teufel«, die Dokumentation »Spielerberater« oder Eric Cantonas »Rebellen am Ball«, der jene seltene Spezies Fußballer würdigt, die auch eine politische Botschaft haben. Besonderes Augenmerk sei aber auf den finnischen Dokumentarfilm »König Litmanen« gelegt, der am 16.  März Mittelpunkt eines 11 FREUNDE-Abends auf dem Festival sein wird. Zur Deutschlandpremiere des Films wird Chefredakteur Philipp Köster interessante Talkgäste begrüßen.

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