11FREUNDE SPEZIAL: Das waren die Achtziger

Am Vorabend der Revolution

Zum Start der Reihe »Sechs Jahrzehnte Fußballkultur« widmen wir uns den Achtziger Jahren. Eine schaurig-schöne Dekade, die alles Schöne und Hässliche der Fußballwelt in sich zu vereinen scheint. Philipp Köster erinnert sich. 11FREUNDE SPEZIAL: Das waren die AchtzigerImago Ein kleiner Test vorab fürs Stammhirn: Bei welchen Klubs spielte Dieter Bast im Laufe seiner Karriere? Und wie viele Bundesliga-Spiele bestritt Michael Harforth? Wer beide Fragen ohne den Kicker-Almanach beantworten kann, sollte mal zum Arzt. Und ist zugleich der ideale Leser unserer ersten Spezial-Ausgabe. Zum Start der Reihe »Sechs Jahrzehnte Fußballkultur« widmen wir uns nämlich den Achtziger Jahren. Eine schaurig-schöne Dekade, die alles Schöne und Hässliche der Fußballwelt in sich zu vereinen scheint: das französische Mittelfeld um Michel Platini und die deutsche Elf von 1984, prügelnde Hooligans und betende Fans am Mittelkreis, zeitlose Trikots und wuchernde Haarmatten, Preben Elkjær-Larsen und Toni Schumacher. 

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Wir glauben trotzdem, dass uns das gelungen ist. Denn wir lassen die Zeitzeugen zu Wort kommen. Eike Immel erzählt von langen Nächten am Schlucksee, Michel Platini von Doppelpässen mit Jean Tigana und Marcel Raducanu von seiner Flucht in den Westen. Wir erinnern an die Stadionkatastrophe von Hillsborough und den grandiosen Empfang von Diego Maradona in Neapel. Wir erzählen vom süßen Leben der deutschen Profis in Italien, vom Duell zwischen Hoeneß und Daum im Aktuellen Sportstudio und von der »Crazy Gang« des FC Wimbledon mit Klassensprecher Vinnie Jones.

Bei manch einer Geschichte machte sich bemerkbar, dass schon weit über zwanzig Jahre ins Land gegangen sind. So konnten sich Bernd Wehmeyer und Wolfgang Rolff erst auf Nachfrage einigen, wer in der legendären Europapokal-Nacht von Athen mit Jürgen Milewski auf einem Zimmer lag. Und manches Treffen mussten wir arrangieren. Zum Beispiel das Gespräch zwischen den Altrecken Matthias Herget, Michael Zorc und Ata Lameck, das schnell in ein heiteres Veteranentreffen voller gut abgehangener Anekdoten mündete.

Entstanden ist aus alledem das Porträt einer merkwürdig zerrissenen Dekade, die zu ahnen scheint, dass nicht nur die Gesellschaft, sondern auch der Fußball vor epochalen Veränderungen steht. Schon bald wird der Fußball entdecken, wie viel Geld er mit sich verdienen kann. Schon bald, aber jetzt eben noch nicht. Genießen wir also die Zeit.


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Der Preis pro Ausgabe beträgt 5,90 EUR.
Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis.

**Online ab Sommer 2009:
www.spieleunsereslebens.de – das Gedächtnis des Fußballs

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