11FREUNDE analysiert den Abstiegskampf (2)

Wo bitte geht's hier zum Wunder?

Ist Hannover wirklich schon weg vom Fenster? Und wer folgt den Niedersachsen in die zweite Liga? Teil zwei unserer großen Abstiegskampf-Analyse!

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Werder Bremen / Platz 14 / 28 Punkte / 36:54 Tore

Der Saisonverlauf
In einem Wort: enttäuschend. Die Zeiten, in denen Werder Bremen regelmäßig im oberen Tabellendrittel der Liga mitmischte, sind lange vorbei. Aus dem Meister von 2004 ist eine graue Maus geworden, die auch in dieser Saison den Abstieg fürchten muss. Nach einem kleinen Zwischenhoch am vierten Spieltag (Platz sechs nach Siegen gegen Gladbach und Hoffenheim) rutschte Werder schnell dorthin, wo der Verein offenbar aktuell hingehört: in den Keller. Immerhin: sieben Punkte aus den letzten vier Spielen haben dafür gesorgt, dass Werder nicht auf einem Abstiegsplatz steht.


(Quelle: fussballdaten.de)

Die aktuelle Situation
Die Siege gegen Leverkusen (4:1) und Hannover (4:1) haben den Bremern wieder den Mut eingeflößt, den es im Abstiegskampf braucht. Das bewies die Mannschaft mit der Punkteteilung gegen die starken Mainzer nach der einkalkulierten Niederlage (0:5) gegen Bayern München. Und was Werder vielen anderen Konkurrenten im Abstiegskampf voraus hat: Mit Claudio Pizarro findet sich ein Mann in den eigenen Reihen, der tatsächlich den Unterschied ausmachen kann. Oder um es mit Manager Thomas Eichin nach Pizarros 101.Treffer (gemeinsam mit Marco Bode hält er nun den Vereinsrekord) zu sagen: »Er hat halt Eier in der Hose«. Und die haben im Kampf um den Klassenerhalt noch niemanden geschadet.

Darum steigt Werder ab
Defensiv ist Werder längst reif für die zweite Liga. Mit 54 Gegentreffern stellen die Bremer gemeinsam mit dem VfB Stuttgart die schlechteste Abwehr der Liga. Und nun droht auch noch der starke Neuzugang Papy Djilobodji nach seiner Halsabschneider-Geste gegen den Mainzer Pablo De Blasis für mehrere Spiele gesperrt zu werden. Eichins Verteidigung (»Eine in Afrika übliche Geste«) war ähnlich clever wie das Verhalten der Bremer Hintermannschaft in dieser Spielzeit. Wenn Werder am Ende wirklich in Liga zwei stolpert, dann über die eigene Viererkette.

Darum steigt Werder nicht ab
Weil es ja zum Glück für alle Bremer auch noch eine Offensive gibt und die wird angeführt von Claudio Pizarro, der sich anschickt, die Grün-Weißen auf seine alten Tage quasi im Alleingang zu retten. Was natürlich Quatsch ist. Aber zweifellos ist es die Aura der lebenden Vereinslegende Pizarro, die den Rest der Mannschaft motiviert. Das befand auch FSV-Trainer Martin Schmidt nach dem 1:1: »Mit der Mentalität steigt Werder nicht ab.«

Das Restprogramm
Borussia Dortmund (Auswärts), Augsburg (Heim), Wolfsburg (H), HSV (A), Stuttgart (H), Köln (A), Frankfurt (H)

Die 11FREUNDE-Prognose
Werders Restprogramm hat es in sich. Beim BVB am nächsten Spieltag wird die Mannschaft nicht wirklich etwas reißen können, zudem geht es in den letzten vier Saisonpartien gegen Mannschaften, die ebenfalls in dieser Liste auftauchen (HSV, Stuttgart, Köln, Frankfurt). Es wird eng für die Bremer, vielleicht droht sogar der Relegationsplatz. Und trotzdem: Werder wird auch in der kommenden Spielzeit erstklassig spielen.

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