11FREUNDE analysiert den Abstiegskampf (1)

Angst essen Kandidaten auf

Sieben Spieltage vor Saisonende befinden sich noch zehn Mannschaften im Abstiegskampf. Die 11FREUNDE-Analyse bringt Licht in den dunklen Tabellenkeller. Die Plätze neun bis 13.

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1. FC Köln / Platz 9 / 33 Punkte / 28:34 Tore

Der Saisonverlauf
Die Kölner waren eine der positiven Überraschungen im ersten Saisondrittel, zwischenzeitlich hatte sich der FC gar in den Europa-League-Regionen festgesetzt. Spätestens mit Beginn der Rückrunde hat sich der frühere Chaosklub allerdings im Mittelmaß eingerichtet. Oder um es drastischer zu formulieren: der 1. FC Köln ist ziemlich langweilig geworden. Vielleicht kommt da der plötzliche Kontakt mit der Abstiegsregion ganz recht. Endlich mal wieder ein wenig Karneval am Rhein!


(Quelle: fussballdaten.de)

Die aktuelle Situation
Die Niederlagen gegen Hertha (0:1), Schalke (1:3) und am Wochenende Bayern München (0:1) waren nicht sonderlich überraschend, haben allerdings den Punktevorsprung auf die Kellerkinder der Liga schmelzen lassen. Sehr wahrscheinlich nur eine Momentaufnahme, doch die Kölner, seit der Jahrtausendwende viermal aus der ersten Liga abgestiegen, sind gewarnt. Verteidiger Frederik Sörensen, vor der Saison verpflichtet und gegen die Bayern bester Kölner, sprach nach dem Schlusspfiff weise Worte: »Wenn man nur sechs Punkte Vorsprung nach unten hat, ist man auch dabei.« Und der nimmermüde Kölner Boulevard erinnerte an die Bundesliga-Saison von Alemannia Aachen 2006/07. Damals stand der Klub auch nach 27 Spieltagen auf einem recht sicheren Tabellenplatz neun und rutschte am letzten Spieltag auf Platz 17 ab. Eine sportliche Katastrophe, von der sich die Aachener bis heute nicht erholt haben, inzwischen spielt der Bundesligist von einst in der Regionalliga West. Was das mit dem FC zu tun hat? Alemannias damaliger Manager Jörg Schmadtke. Der bekanntlich seit Jahren in Köln arbeitet.

Deshalb steigt Köln ab
Kurz vor knapp entdecken die Kölner doch noch ihre Liebe zum gelebten Chaos und stürzen sich mit Wonne in den Abstiegskampf, den vor allem Jörg Schmadtke nicht schadlos übersteht und in der Folge dem Fußball verbittert den Rücken kehrt… Klingt unrealistisch? Das ist es auch. Der FC müsste schon sehr viel falsch machen, wenn er nach dieser Saison doch noch absteigen sollte.

Deshalb steigt Köln nicht ab
Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Jörg Schmadtke präsentieren sich seit Saisonbeginn als eingespieltes Gespann, Kölns Kader ist breit und mit der ausreichenden Qualität besetzt. Wie gut die Kölner Bundesliga-Fußball spielen können, zeigten sie beim knappen 0:1 gegen die Bayern. So intensiv hat schon lange keine Mannschaft mehr dem Rekordmeister die Stirn geboten. So ein Team steigt nicht ab. Jedenfalls nicht in dieser Saison.

Das Restprogramm
Hoffenheim (Auswärts), Leverkusen (Heim), Mainz (A), Darmstadt (H), Augsburg (A), Werder (H), Dortmund (A)

Die 11FREUNDE-Prognose
Schon der kommende Spieltag dürfte auch die größten Pessimisten in Köln beruhigen: da reist der FC nach Hoffenheim, wird das Spiel gewinnen und wieder einen beruhigendes Punktepolster nach ganz unten haben. Die Kölner sind in dieser Saison so Mittelklasse wie eine funktionierende Familie mit zwei Kindern, Hund und Bauspar-Heim – es müsste schon eine handfeste Katastrophe passieren, um den Verein in dieser Spielzeit in Abstiegsnöte zu bringen.

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