14.03.2013

11 Dinge über Abschiedsspiele

»A great all time hero«

»Ciao Capitano!« – Michael Ballack hat schon alle Karten für sein Abschiedsspiel am 5. Juni verkauft und freut sich sehr. Anekdotenreicher sind unsere 11 Dinge über Abschiedsspiele. Rudi Völler wird fast adoptiert, Franz Beckenbauer fast gehasst und Jürgen Klinsmann fast nicht gebraucht.

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1.
So etwas darf auch nur der Kaiser: Für sein Abschiedsspiel im Sommer 1982 wollte Franz Beckenbauer eigentlich eine Europa-Auswahl in seine damalige Wahlheimat Hamburg einladen, entschied sich dann aber doch dagegen. Begründung: »Die meisten, die da spielen, hätten zu meiner Zeit nicht mal die Koffer tragen dürfen.« Tony Woodcock, Bruno Pezzey, Allan Simonsen und Co. dürften nicht unbedingt amused gewesen sein.

2.
Schwein gehabt: Anlässlich des Abschiedsspiels von Rudi Völler im Mai 1996 ließ DFB-Präsident Egidius Braun väterliche Gefühle für »Rudi Internazionale« durchscheinen. »Den Rudi«, so Braun mit Pipi in den Augen, »hätte ich sogar adoptiert. Er ist mir ein guter Freund!«

3.
Wesentlich herzerwärmender war dann das, was Guiseppe Giannini, ehemals Völlers Mitspieler beim AS Rom, nach der Gala zum Besten gab: „Weil Rudi nicht dem Klischee vom verschlossenen Deutschen entsprach, haben wir ihn den Neapolitaner genannt!« Außerdem habe die römische Kurve dem gelockten Angreifer gar eine eigene Hymne gewidmet. Was in der Übersetzung ungefähr so geklungen haben muss: »Flieg, deutscher Rudi, die Südkurve ist in dich verliebt!«

4.
Großes Drama um den Abschied von Jürgen Klinsmann. Anfang 1999 sagte der DFB, gewohnt diplomatisch in solchen Dingen, den eigentlich schon zugesagten offiziellen Abschiedskick für Klinsmann kurzerhand ab - was wiederum den 108-maligen Nationalstürmer auf die Palme brachte. Wochenlang gifteten sich Klinsmann und die DFB-Spitze gegenseitig in Zeitungsinterviews an (»Das stößt mir am meisten auf, dass Braun nicht die Courage hatte, mir das persönlich mitzuteilen!«), dann fand die Partie doch noch statt. »Feuerwerk der Gefühle für Klinsi«, titelte die »Hamburger Morgenpost«. Ende gut, alles gut.

5.
Warum eigentlich immer Icke? 1999 lud Südafrikas Polit-Ikone Nelson Mandela zum großen Auswahl-Kick anlässlich seines Amtsendes als Präsident. Prominentester Teilnehmer neben 94er-Weltmeister Carlos Dungs: Thomas Häßler! Warum? Ist bis heute nicht ganz klar. Wie auch immer: »Icke« bereitete ein Tor der »Weltauswahl« gegen die Nelson-Mandela-Auswahl mustergültig vor und schoss einen Treffer zum 2:2 gleich selbst: mit dem Kopf. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

 
 
 
 
 
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