10 Dinge über Harry Redknapp

30.000 Pfund in der Hose

Immer wieder Harry Redknapp. Wie jetzt bekannt wurde, gibt der Mann tausende Pfund im Jahr für was aus? Exakt, Vogelfutter. 10 weitere Dinge über »Harry Houdini«.

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Redknapp trägt während eines Spiels 30.000 Pfund am Mann
Nicht nur Sir Alex Ferguson hat in diesem Jahr seine Autobiographie veröffentlicht, sondern auch »Harry Houdini«. Titel seiner Lebensbetrachtung: »Always Managing«. Da Redknapp aber gar nicht schreiben kann, wie er sagt, überließ er den handwerklichen Part einem Journalisten, der dann fröhlich in Form brachte, was Redknapp ihm lieferte. Die schönste Anekdote aus dem Buch? Eines Tages kam sein Spieler Paul Merson auf ihn zu und bat, während eines Spiels des FC Portsmouth in Millwall auf 30.000 Pfund aufzupassen. Das Geld wäre dazu bestimmt, einige üble irische Buchmacher auszuzahlen. Redknapp nahm sich der Sache an und steckte das Geld in einen Umschlag, den er anschließend in seinem Trainingsanzug verwahrte. Als er jedoch vor Spielbeginn bemerkte, dass der Umschlag nicht an seinem Platz bleiben wollte, setzte er sich flugs auf die Trainerbank, auf der er, entgegen seiner Gewohnheiten, das komplette Spiel über ruhig verweilte. Eine schöne Geschichte, denkt sich der Fußballromantiker. Inzwischen aber hat man Bilder vom Spieltag aufgetrieben, die beweisen: Redknapp trug an jenem Tag gar keinen Trainingsanzug. Und an der eng anliegenden Anzughose ist nichts Verdächtiges zu erkennen.

Redknapp wechselt Fan ein
Im Juli 1994 trat das von Harry Redknapp trainierte West Ham United zu einem Freundschaftsspiel beim unterklassigen Klub Oxford City an. Es war eines dieser Vorbereitungsspiele, bei denen die Zuschauer so nah am Spielfeld standen, dass man ihre Rufe genau hören konnte. An diesem Tag tat sich einer von ihnen besonders hervor: West-Ham-Hardcore-Fan Steve Davies. Der brüllte so ausdauernd gegen den in die Jahre gekommenen Stürmer Lee Chapman, dass Redknapp sich den 27-Jährigen Fan nach dem Ende der ersten Halbzeit zur Brust nahm: »Kannst du so gut spielen, wie du redest?« Was folgte, ist der Traum eines jeden Anhängers. Redknapp schickte Davies in die Umkleide-Kabine und wechselte ihn in der zweiten Halbzeit ein. Auf die Frage eines Journalisten, wen er denn da gerade eingewechselt habe, erwiderte Redknapp: »Was, hast du etwa die WM nicht gesehen? Das ist der großartige Bulgare Tittyschew!« 

Redknapp wird für tot gehalten
Sommer 1990, Weltmeisterschaft in Italien. Auch Harry Redknapp war vor Ort, reiste durchs Land und schaute sich die Spiele an. Das Sommeridyll wurde getrübt, als sein Minibus, in dem er mit englischen Fußballfunktionären unterwegs war, südlich von Rom mit einem Fahrzeug der italienischen Armee kollidierte. Redknapps langjähriger Freund Brian Tiler, Manager des AFC Bournemouth, starb noch vor Ort. Als die Sanitäter die Unfallstelle erreichten, wurde fälschlicherweise auch Redknapp für tot gehalten, sein regungsloser Körper mit einer Decke verhüllt. Doch der bewies erstmals nachdrücklich, warum mit ihn in England nur »Harry Houdini« nennt. Redknapp entkommt noch der ausweglosesten Situation. Und selbst dem Tod.

Redknapp, der Analphabet
Über mehrere Jahre haftete Redknapp ein Gerichtsverfahren wegen Steuerhinterziehung an. Als Trainer des FC Portsmouth soll er eine Zahlung seines damaligen Präsidenten Milan Mandaric über 189 500 Pfund unversteuert auf ein Konto in Monaco eingezahlt haben. Vor dem Richter gab Redknapp jedoch zu Protokoll, sich um seine finanziellen Angelegenheiten nicht selbst zu kümmern. Der simple Hintergrund: Er könne nicht schreiben. So hätte er in seinem ganzen Leben weder einen Brief, noch eine Mail oder Sms geschrieben. Das zumindest Letzteres nicht ganz stimmen kann, berichten die Trainings-Kiebitze von Redknapps Vereinen. Der leite nämlich so gut wie nie selbst das Training, sondern überlasse diese Aufgabe seinen Assistenten. Redknapp überschaue das Treiben seiner Mannschaften lediglich und vertreibe sich die Zeit ansonsten ausdauernd damit, in sein Handy zu tippen.

Redknapp nennt sein Konto nach seinem Hund
Im Zuge des Gerichtsverfahrens kam außerdem zu Tage, dass Redknapps Bankkonto in Monaco auf den Namen seiner geliebten Bulldoge lief: Rosie 46. Es sind diese zwei Gesichter, wegen derer Redknapp in England so kontrovers betrachtet wird. Auf der einen Seite der liebenswerte Kerl, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, auf der anderen Seite der Mann der undurchsichtigen Geschäftspraktiken. So hatte Redknapp einem Reporter erzählt, dass das Geld vom Bankkonto in Monaco sein Anteil am Verkauf von Stürmerstar Peter Crouch sei. Vor Gericht dann erklärte er, er habe den Reporter belogen, um ihn loszuwerden. Außerdem habe er mehr als genug Geld und Steuerbetrug schlicht nicht nötig. Dass ein Großteil seines Vermögens daher rührt, an den Weiterverkäufen seiner eigenen Spieler zu verdienen, bestritt Redknapp hingegen nie.

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