10 Dinge über Fußballer und Golf

»Wenn ich ihn finde, schlage ich ihn weg«

Golf-Fan Carlos Tevez hatte einen Traum: Einmal bei einem großen Major-Turnier dabei sein! Diesen Traum hat er sich nun erfüllt. An der Seite seines Landsmannes Andrés Romero schleppte der Superstar von Manchester City die Schläger des Golfers über den Platz.

Scholl hat noch Sex, Franz macht die Dehnung

1.
Beginnen wir diese Top Ten doch gleich mit einem verbalen Sahnestück aus dem Hause Mehmet Scholl: »Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch regelmäßig Sex.« Scholl ist übrigens leidenschaftlicher Sportkegler. Eine Top Ten dazu steht noch aus.

2.
Andriy Schewtschenko – Kenner werden es wissen: ein ukrainischer Nationalheld (im Fußball) – spielt nach einer langen und erfüllten Karriere längst wieder in der Heimat bei Dynamo Kiew. Und weil »Scheva« 1.) ein Nationalheld ist und 2.) eine lange und erfüllte Karriere (u.a. AC Mailand, FC Chelsea) vorweisen kann, genießt er in Kiew ein paar Extrawürste, die jüngeren Kollegen sicherlich die Laufbahn kosten würden. So versäumte er in der vergangenen Saison unentschuldigt ein Ligaspiel für seinen Arbeitgeber – um bei den nationalen Golf-Meisterschaften anzutreten. Begründung: »Beim Golf entspanne ich und Entspannung brauche ich mal zwischen den Meisterschaftsspielen.« Ergebnis: Schewtschenko wurde Zweiter und Dynamo gewann auch ohne seinen Star.

3.
Einer der besten aktiven Ex-Fußballer-Golfer ist unser Kolumnist Uli Borowka. Wie der Großteil der golfenden Ex-Kicker ist Borowka für die »Gofus«, die golfenden Fußballer unterwegs, einer gemeinnützigen Organisation, in der es darum geht, Geld einzuspielen und gleichzeitig den Gegenspieler von früher eins auszuwischen. Den Kollegen von »Spox« erklärte »die Axt« einst seine ganz eigene Golf-Philosophie: »Ich spiele so Golf, wie ich früher Fußball gespielt habe: Hau drauf und dann musste gucken, wie du aus der Sülze wieder raus kommst!«

4.
Leider längst eingestellt ist die Rubrik »kicker Cocktail« im, na klar, »kicker«. Im April 1993 veröffentlichte das Fachmagazin eine Liste von prominenten (Ex-)Sportlern und deren jeweiliges Handicap (wer sich über »Handicaps« genauer informieren will, nutze bitte das Internet). Wir zitieren (aus der Liste):
Nigel Mansell: 2
Franz Roth: 6
Willi Neuberger: 6
Franz Beckenbauer: 7
Gerd Zewe: 11
Jürgen Grabowski: 12
Pete Sampras: 15
Manfred Kastl: 16
Bernd Nickel: 19
Andreas Brehme: 24
Dieter Müller: 28

5.
Die »Süddeutsche Zeitung« fragte 1994 bei Franz Beckenbauer, Ex-Weltmeister und passionierter Golfer (siehe Punkt 4) um Rat. »Wie sieht Ihr Vorbereitungsprogramm für die Golffreunde aus?« Antwort Beckenbauer: »Ganz wichtig ist, dass man optimal aufgewärmt zum Abschlag geht. Da genügen nicht ein paar Alibi-Dehnungen. Meine Lieblingsübung: Einen Schläger auf die Schultern legen, die Arme links und rechts locker darüber, Beine grätschen und leicht anwinkeln. Jeweils nach links, bzw., nach rechts drehen.« Aua.

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Knallgöwer pflanzt Bäume, Franz schlägt sich

6.
Auf dem Platz für seinen strammen Schuss bekannt, stürzte sich Karl Allgöwer nach der Karriere in die Laufbahn des Geschäftsmanns – allerdings mit Tempo minus 15. Frage im »kicker«: »Sie sind doch Mitinhaber einer Golfanlage?« Antwort: »Mir gehören doch nur rund ein Zweihundertstel Anteile. Ich habe quasi einen Baum gepflanzt.«

7.
Lässige Antwort von Uwe Reinders auf die Frage eines TV-Teams, ob man ihn beim Einlochen auf dem Golfplatz filmen könne: »Ist mir doch egal. Ich habe schon vor 40.000 einen Elfmeter verschossen!«

8.
Oliver Kahns Erklärung für seine Golf-Leidenschaft hätten wir uns auch denken können, aber hier noch einmal zum Mitsprechen: »Deshalb spiele ich auch Golf so gerne: Der Moment des totalen Tunnels, der totalen Konzentration auf einen ganz speziellen Moment.«

9.
Wo wir gerade bei Oliver Kahn sind. 1996, während der EM in England, brachte Torwarttrainer Sepp Maier seinem Schützling das Spiel mit Schlägern bei. Was wiederum für einige peinliche Momente sorgte. Ausgerechnet auf den feinen englischen Golfplätzen machte Kahn einfach den Kahn – und flippte regelmäßig aus. Maier: »Er hat den Platz manchmal fluchend verlassen, den Schläger weggeschmissen. Wie ein HB-Männchen ist er herumgesprungen. Meine Güte!«

10.
Wir begannen diese Top Ten mit einem Zitat, wir werden sie auch damit beenden. Lassen wir also den großen Franz Beckenbauer zu Wort kommen: »Für Tennis bin ich zu alt, ich mache jetzt was anderes. Da habe ich meinen eigenen Ball, den schlage ich irgendwohin. Dann gehe ich ihm nach. Und wenn ich ihn finde, schlage ich ihn wieder weg.«

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