10 Dinge über Fußball und Darts

Davon eine Scheibe abschneiden

Kaum Winterpause, da begeistert plötzlich die Darts-WM das Land. Was hat der Fußball damit zu tun? Steffen Freund oder Robbie Savage wissen Bescheid.

Screenshot Sport1

1.
Was Fußball mit Darts zu tun hat? Fragen wir Ailton, der rein optisch schon mal ein großer Gewinn für jeden Kneipensport wäre: »Zu Hause will ich nur entspannen: Fernsehen, Darts spielen, Musik hören – fertig!« Man muss sich diesen Ailton als glücklichen Menschen vorstellen.

(Bild: Imago)

2.
2011 machte Robbie Savage einem Dart-Turnier in Sheffield seine Aufwartung und wurde prompt von den Kameras eingefangen. Dazu muss man wissen, dass der gemeine Engländer Savage entweder hasst oder liebt. Meistens aber hasst. Wobei »Hass« vielleicht doch ein etwas zu krasser Begriff ist, weiß der Fußballer mit der langen blonden Mähne doch höchst elegant mit seinem Image umzugehen weiß. Als also die Menge in Sheffield buhte und »Who are ya?« grölte (»Wer bist du?«), stand Savage auf und bedankte sich artig. Tage später besuchte der 39-fache walisische Nationalspieler erneut ein Turnier. Kaum im Bild, begann die Sauercrowd erneut zu buhen. Die Reaktion des Ex-Profis: ein Schild mit der Aufschrift »Booo if you think I am great player«. Genau ins Bulls Eye.





3.
Raymond van Barneveld müsste man sein. Der trug früher die Post aus, ließ das dann bleiben und konzentrierte sich ganz auf seine große Leidenschaft. Mit Erfolg: fünf WM-Titel hat »The Man« bis heute gewonnen, einen besseren niederländischen Dartsspieler als ihn gibt es nicht. Bei seinem jüngsten Auftritt während der Weltmeisterschaft in London hatte »Barney« (mehr Spitznamen hat der Mann nicht, keine Sorge) prominente Unterstützung: Klaas Jan Huntelaar. Der ist ein alter Buddy von Barney – wie übrigens auch die Darts-Fans Robin van Persie, Arjen Robben und Rafael van der Vaart. Für van Berneveld (»Ich spüre die Anwesenheit von Huntelaar, das erhöht den Druck!) war im Halbfinale Schluss, sein Fan twitterte dennoch begeistert: »He made it look easy«.


(Bild: Twitter @Raybar180)

4.
Und dennoch: Was treibt die Massen zum Darts? Ein anderer niederländischer Weltmeister, Michael van Gerwen (Spitzname »Mighty Mike«) gab der Zeitung »Publican´s Morning Advertiser« im Dezember 2015 ein für Freunde des geworfenen Pfeils eher ernüchterndes Interview: »Ich schaue mir niemals Darts an. Eher würde ich Fußball gucken!« Wäre das auch geklärt.

5.
Bei Union Berlin reifte er zum Fußball-Gott und auch in Diensten von Energie Cottbus versprüht Torsten Mattuschka weiterhin seinen hemdsärmeligen Charme. Am Rande der Darts-WM lockte ihn »Sport1« nun für ein Interview vor die Kamera, Mattuschka ganz cool: »Natürlich naschen wir auch einen mit den Jungs!« Für helle Freude beim übertragenden Sender sorgte auch Mattuschkas zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein in Sachen Scheibe: »Ich habe auch zu Hause eine Dartsscheibe und habe schon mal eine 190 geworfen.« Kenner wissen: zumindest mit den üblichen drei Pfeilen ist bei 180 Schluss. Vielleicht hatte der Cottbusser aber auch schon vor dem Interview ein wenig Naschwerk probiert. Gehört ja beim Darts zum guten Ton.

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