07.06.2012

10 Dinge über: Europameisterschaften

99 LUFTBALLONS

Europameisterschaft. Zeit für große Gefühle. Zeit für unvergessliche Anekdoten. Wir haben die zehn schönsten Geschichten aus der bald 200-jährigen Historie der Europameisterschaft zusammengesucht.

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11FREUNDE
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Imago

1.
Mehr als 26 000 deutsche Fans machten sich auf den Weg zu den Finalspielen 1972 in Belgien. Dabei ließen sich die Anhänger auch das Spiel um Platz drei zwischen Belgien und Ungarn nicht entgehen. Vollen Einsatz zeigte ein Mann, der mit einer großen schwarz-rot-goldenen Fahne über den Rasen sprintete und die betagten Ordnungshüter wie weiland Stan Libuda ins Leere laufen ließ. Dafür kassierte er heftige Knüppelhiebe, was die deutschen Fans umgehend mit Büchsenwürfen quittierten. Belgiens Torwart Christian Piot konstatierte genervt: »Jetzt ist man nicht mal zu Hause vor den Deutschen sicher.«

2.
Grund zur Freude hatte  Gerd Müller , der am Tag vor dem Finale 1972 ein teaminternes  Tischtennisturnier  für sich entschied. In hart umkämpften drei Sätzen schlug er Erwin Kremers und gewann damit eine Eintrittskarte für das Endspiel der Weltmeisterschaft 1974. In der Rückschau ein nicht unerhebliches Detail: Wer hätte sonst das 2:1 gegen die Holländer geschossen?

3.
Namensvetter Dieter Müller machte bei der EM ’76 auf sich aufmerksam. Schnell verkündeten Zeitungen, Müller habe eine »Vorliebe für hübsche Mädchen und 
 superschnelle Autos «. Müller war daran nicht ganz unschuldig, hatte er doch vollmundig verkündet: »Ich habe schon einen 60 000-Mark-Wagen schrottreif gefahren.«

4.
Fies, wie die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem gruseligen Auftritt bei der Euro 1984 von der internationalen Presse durch den Wolf gedreht wurde. Die »L‘ Équipe« kommentierte süffisant die Flucht von  Karl-Heinz Rummenigge vor Reportern: »Das war sein bestes Dribbling im ganzen Turnier. Er nutzte die ganze Breite des Flurs.« Selbst der »Kicker« war voller Hohn, als  Norbert Meier  zum Spielmacher wurde: »Im tiefsten Dunkel wird eben jede Taschenlampe zur Festbeleuchtung.«

5.
Frustbewältigung bei  Toni  Schumacher  nach dem Aus: Er riss das Fenster auf, lehnte sich auf das Brett und ließ die Frau aus den Boxen dröhnen, die in jener Zeit so vielen jungen Männern Trost spendete: Nena.

Hools in Stuttgart, Dudelsäcke in Wembley

 
 
 
 
 
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