6. Gute Freunde kann niemand trennen - auch nicht die Rivalität zwischen den Klubs. So waren United-Legende George Best und Citys Mike Summerbee so gut befreundet, dass sie drei Jahre lang in einer gemeinsamen Wohnung lebten und Best Summerbees Trauzeuge wurde. Mit dem Harald Juhnke des britischen Fußballs zusammenzuleben, muss ein unglaublicher Spaß gewesen sein. Noch am Vorabend von Summerbees Hochzeit, die um halb elf stattfand, gingen die beiden in einen örtlichen Pub und tranken bis morgens um sechs. Cheers.
7. Spielertransfers zwischen den Stadtrivalen sind äußerst selten geworden. Einer der letzten Spieler, der die Seiten wechselte, war 2009 Carlos Tévez. Während sich die meisten City-Fans wahrscheinlich Freudentränen vergießend in den Armen lagen, mussten sich die United-Fans auch noch verspotten lassen. Im Hoheitsgebiet von United ließ City kurzerhand ein riesengroßes, blau-weißes Poster mit Tèvez Konterfei aufhängen. Den passenden Slogan gab es gleich dazu: »Welcome to Manchester«.
8. Am letzten Spieltag der Saison 1973/74 hatte der Fußballgott aber so richtig schlechte Laune. Anders ist es nicht zu erklären, dass ausgerechnet Citys Denis Law an diesem Tag so frei in Uniteds Strafraum auftauchte und mit der Hacke einnetzte. Law hatte in seiner Karriere in 309 Spielen für United satte 171 Tore geschossen und wollte seine Karriere beim Lokalrivalen ausklingen lassen. Sein Tor sorgte dafür, dass United abstieg, Law selber sagte anschließend, er sei »untröstlich« und spielte nach diesem Spiel nie wieder Fußball.
9. Seit Scheich Mansour so viele seiner Ölmillionen in Manchester City pumpt, haben sich die Kräfteverhältnisse im Derby geändert. United gegen City ist mittlerweile ein Duell auf Augenhöhe, was sich auch in der Tabellensituation widerspiegelt. Vergangene Saison hatte Manchester United das »auf Augenhöhe« aber kurzzeitig vergessen und kam gegen den ungeliebten Nachbarn mit 1:6 unter die Räder. Zu allem Überfluss auch noch in Old Trafford, was die Klatsche gleich doppelt schmerzhaft machte.
10. Zum Abschluss: Was sagen eigentlich die Bewohner Manchesters zum Derby?