10 Dinge über das Manchester-Derby

»Welcome to Manchester«

Am heutigen Sonntag steigt das 164. Manchester-Derby. Reich gegen Neureich, Rot gegen Blau, Erster gegen Zweiter, Manchester United gegen Manchester City - zehn Dinge über das Manchester-Derby!

1.
Vorweg ein wenig Zahlenjonglage. Die Spieler beider Teams sind zusammen etwa 940.000.000 Euro wert. Eine Fantasiesumme, die der kleine Sparer gar nicht richtig fassen kann. Also hier zur Einordnung: Für 940.000.000 Euro könnte man sich 35 mal den kompletten Kader von Fortuna Düsseldorf kaufen. Oder 1880 mal den Spieler Timo Furuholm. Vor kurzem hätte man mit 940.000.000 Euro auch noch Klaus Allofs als Manager verpflichten und Werder Bremen 376 mal dafür abfinden können. Man könnte auch Albert Streit mit einem Vertrag à la Schalke ausstatten und 427 Jahre auf die Tribüne setzen. Oder 940.000.000 Sicherheitseuros bezahlen. Oder 268.571.428,5 Stadionbiere am Millerntor trinken.

2.
Beim ersten ausgetragenen Manchester-Derby spielten übrigens nicht Manchester City und Manchester United gegeneinander, sondern St. Mark's (West Gorton) und Newton Heath, die beiden Vorgängervereine. Das Spiel fand am 12. November 1881 statt und endete 3:0 für Newton Heath. Ein anwesender Reporter beschrieb das Derby als ein »pleasant game«. Seit dem ersten Derby gab es bislang 163 Aufeinandertreffen, von denen United 68 gewinnen konnte, während City 46 Siege einfuhr. »Pleasant« sind die Spiele mittlerweile nur noch selten.

3.
Aber natürlich wird nicht nur gekloppt, wenn die beiden Teams aufeinandertreffen. 2011 sorgte Uniteds Sturm-Shrek Wayne Rooney für ein leckeres Sahnehäubchen auf dem trockenen 1:1-Derbykuchen, als er eine Flanke von Nani mit dem wohl lehrbuchhaftesten Fallrückzieher aller Zeiten in den Winkel jagte. Das Old Trafford explodierte vor Begeisterung und auch der englische Kommentator eskalierte vollends. Zu Recht:



4.
Auch Halbinvalide Michael Owen hatte auf seine alten Tage noch einen Gänsehautmoment im Derby. Im September 2009 ging Manchester United drei Mal in Führung, drei Mal konnte City ausgleichen. Nach Craig Bellamys 3:3 in der 90. Minute schien der Käse eigentlich gegessen, bis der eingewechselte Owen nach einem Weltklassepass von Ryan Giggs alleine vor dem Tor auftauchte und das Ding noch nach Hause fuhr. In der 96. Minute, wohlgemerkt. Ein unglaublicher Kick, der nach der Spielzeit zum besten Spiel der Saison gewählt wurde. 




5.
Zu einem richtigen Stadtderby gehört natürlich auch der Hass der verfeindeten Fanlager. Die Abneigung zeigen sich die United- und City-Fans teils auf die gute alte Auf-die-Fresse-Weise, teilweise aber auch auf sehr kreativem Wege. Sucht man auf urbandictionary.com, eine Website, auf der Slang-Begriffe erklärt werden, nach »Man City«, findet man gleich mehrere Einträge, die den neureichen Klub derbe schmähen: »Owned by billionaires who think that they are playing Football Manager« oder »A rather sad, under-achieving football club. Not to be confused with it's highly successful and glamourous local rival«. Großer Spaß. Man United wird beschrieben als »team followed mostly by people outside of England who know nothing about soccer. AITE?« Aite....


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